Kuscheln, teilen, Global Player werden
Bunte Farbkleckse vor der Hamburger Handelskammer signalisieren an diesem sonnigen Frühlingstag «Kultur». Für 220 Euro darf man durch das mit steinernem Stadtwappen, Füllhorn und Fruchtgebinden geschmückte Hauptportal treten und auf der Treppe zu Statuengott Merkur aufsteigen. Im repräsentativen Saal der ehemals Neuen Börse am Jungfernstieg findet das Abschluss-Podium der Fachmesse «Sponsoring-Summit 2010» statt.
Eben hat Amelie Deuflhard noch nebenan, im grünen T-Shirt unterm Kompromissjackett, den Kulturmanagern erklärt, «Wie Kampnagel eine Bühne für Sponsoren in Hamburg bereitet». «Was Sport und Kultur voneinander lernen können» findet das Podium jetzt aber trotz ihrer regen Beteiligung nicht heraus. Eher läuft das unterschiedliche «Kultur»-Verständnis sportlich aneinander vorbei. «Im Publikum waren sowieso nur Agenturen, die mir angeboten haben, für mich zu arbeiten», sagt die Kampnagel-Intendantin. Dann besteigt sie ihr silbernes Elektrofahrrad und summt an der schwarzen A6-Flotte des VIP-Shuttles vorbei.
Von der Selbstermächtigungsfraktion zur stadttheaterähnlichen Struktur
9:30 Uhr betrete ich durch die Lücken von Häuserfronten an der Jarrestraße den dahinter verborgenen ...
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THAenne Quiñones, Matthias Lilienthal, beide arbeiten Sie seit Jahren mit Gruppen des sogenannten freien Theaters. Ist das in einer sich pluralisierenden Theaterlandschaft, in der freie Theatermacher zunehmend vom Stadttheater aufgesaugt werden, überhaupt noch ein trennscharfer Begriff, der über die Produktionsbedingungen hinaus irgendetwas aussagt, zum Beispiel...
Es ist nicht gerade ein schwerer Médoc, den die Requisite des Maxim Gorki Theaters der genussfreudigen Danton-Kommune abgefüllt hat. Umso bombensicherer hat sie die Flaschen mit der himbeersaftdünnen Plörre wieder verkorkt, und Johann Jürgens, einer der revolutionären Mitbewohner, muss etliche jakobinische Verrenkungen auf sich nehmen, um dem französischen...
Eine Woche nach dem Unglück von Smolensk – das Warschauer Theatertreffen war umgehend abgesagt worden – hatte man auch in Wroclaw abzuwägen, ob die lange geplante Eröffnung der Na-Grobli-Villa zu verschieben wäre. Etwas abseits am Ufer der Oder gelegen, soll das Fabrikantenanwesen vom Ende des 19. Jahrhunderts mit seinen großzügigen Räumlichkeiten nun als zweite...
