Schwarzer Mann hinterm Zaun
Bei Denzel Washingtons erstem Auftritt in olivgrüner Uniform und mit der Ginflasche in der Hand brechen die Zuschauer in ekstatischen Jubel aus. Danach hängen sie an seinen Lippen. In der seit 1987 ersten Broadway-Inszenierung von August Wilsons Pulitzerpreis-Stück «Fences» dominiert Washington als zorniger Alltagsheld Troy Maxson die Bühne. Jedesmal, bevor Troy eine Flasche Gin leert, gießt er einen Schluck für die Ahnen auf die Erde vor seinem baufälligen Haus.
Dann zeigt er seinem Freund Bono (Stephen McKinley Henderson), wie er den Sensemann mit seinem Baseballschläger vertreibt, und erzählt seiner Frau Rose, wie er die Nacht mit ihr verbringen wird. Ausdauernd, versteht sich. Und verspricht ihr, endlich den Zaun zu bauen. Troy, ehemaliger Baseballspieler der Negro-League, Einbrecher mit Knastkarriere und gewitzter Geschichtenerzähler, ist in der Starre der fünfziger Jahre gefangen. Nur zu gerne würde er auf die weiße Hierarchie spucken. Stattdessen kämpft er um die Beförderung vom Müllmann zum Müllfahrer.
Rose (Viola Davis) hat sich längst damit abgefunden, dass für Troys Ego sein Haus zu klein ist. Die Hölle an seiner Seite übersteht Rose, indem sie ganz für ihn lebt, ...
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