Aufführungen

Die interessantesten Premieren im April: ein Überblick, zusammengestellt von der «Theater heute»-Redaktion.

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Für einen war die bisherige Spielzeit schon mal ergiebig: Bertolt Brecht. Sein Lehrstück in Sachen Spekulation und Menschenliebe, die «Heilige Johanna der Schlachthöfe», avancierte zum Krisengewinnler der schon nicht mehr ganz frischen Saison – und steht diesen Monat wieder in der Regie von Frank Abt auf dem Spielplan des Jungen Theaters in Göttingen. Das Hamburger Schauspielhaus programmiert politisch unverdächtig «Die Dreigroschenoper» in einer Inszenierung von Jarg Pataki, und an BBs Stammhaus BE zeichnet Manfred Karge den «Kaukasischen Kreidekreis» nach.

Aber auch die Berliner Schaubühne, seit der «Maßnahme» im Jahr 2000 Brecht-enthaltsam, zeigt nun den «Guten Mensch von Sezuan» in der Regie von Friederike Heller. – Außerdem fragt Anna Viebrock am Schauspiel Köln mit Heinrich Bölls «Billard um halb zehn» «Wozuwozuwozu», verschweißt Karin Henkel an den Münchner Kammerspielen Gorkis «Sommergäste» mit dem «Nachtasyl», erzählt Stefan Bachmann den Wienern an der Burg Horváths «Geschichten aus dem Wiener Wald» und wälzt Sebastian Baumgarten am Maxim Gorki Theater Revolutionsprobleme mit «Dantons Tod» von Georg Büchner. Ehemalige und noch aktive Schauspieler am Regiepult kann man am ...

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Theater heute April 2010
Rubrik: Daten, Seite 64
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Vergriffen
Weitere Beiträge
Premieren im April

Aachen, Grenzlandtheater

Kasse: 00 41/1/261 21 79                  

16. Goos, Alte Freunde

R. Ulrich Wiggers
 

Altenburg/Gera, Theater

Kasse Altenburg: 03447/585 161

Kasse Gera: 0365/827 91 05

16. nach Tschechow, Drei Schwestern

R. Tabea Hörnlein
 

Baden-Baden, Theater

Tel.: 07221/932 700

15. Beyeler, Wie Ida einen Schatz versteckt und Jakob keinen findet

R. Anja...

Karneval der Krisengewinnler

Das Verlässliche an der Habsucht ist, dass sie sich nicht therapieren lässt. Schon gar nicht von ein paar Bankenpleiten. Im Gegenteil. So ein globaler Finanzkrach wirkt erfrischender als Heilfasten: Das Portfolio wird entschlackt von allem, was da so vor sich hin fault. Hinterher fühlt sich die Habsucht wie neu geboren, der Kurssturz von gestern ist der...

Die Dialektik des Tabus Tod

Noch küssen die Gatten sich, schon hat er das Kleenex in der Hinterhand, um sich die ekligen Blutspuren vom Mund abzuwischen. Bald wird sie ihm das Blut aufs makellos weiße Hemd spucken. Alkestis muss sterben, sie tut es nicht gern. Apoll hat für Admet erwirkt, dass er einen Stellvertreter zu den Toten schicken kann. Niemand hat sich dafür bereit gefunden, der...