Aufführungen

Ein Überblick über die interessantesten Inszenierungen im März, ausgewählt von der «Theater heute»- Redaktion.

Ein bisschen Abwechslung muss sein! Und immer Berlin ist auch langweilig. Also zieht es DT-Hausregisseur Andreas Kriegenburg mit Goldonis «Diener zweier Herren» nach Frankfurt, und Gorki-Chef Armin Petras verschlägt es erstmalig an die Münchner Kammerspiele. Auch in seinem Doppelprojekt «Krieg» meldet sich, neben Kleists tragischem «Robert Guiskard», Goldoni zu Wort: mit der Komödie «La Guerra». Mit Kleists einziger Komödie «Der zerbrochne Krug» tritt derweil am Maxim Gorki Theater Jan Bosse an, und Simone Blattner schickt am BE sein «Käthchen von Heilbronn» ins Feuer.

Zwei Straßen weiter lässt Michael Thalheimer am Deutschen Theater Hebbels «Nibelungen» untergehen, während an der Schaubühne Thomas Ostermeier mit Lars Noréns «Dämonen» ringt.

Nach Dresden muss fahren, wer den Aufstand des «Don Carlos» sehen möchte (Regie: Roger Vontobel) oder sich mit Tilmann Köhler in Horváths «Italienischer Nacht» verlieren will. Dem Schrecken der Kinderlosigkeit kann man in Hannover mit Sebastian Schug und García Lorcas «Yerma» nachgehen, während sich Intendant Lars-Ole Walburg für die erstaunliche sexuelle Selbstbestimmung interessiert, die Feridun Zaimoglu und Günther Senkel den «Schwarzen ...

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Theater heute März 2010
Rubrik: Daten, Seite 55
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Das Wachsen der Berge

Im Fernsehen spielt Friedrich Gulda Mozart. Er trägt ein buntes Hawaiihemd und hat eine Muslimkappe auf dem Kopf. Gulda könn­te, denkt man, weil er im Fernsehen nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen ist, übertreiben. Der Gedanke kommt einem, weil andere klassische Klavierkünstler statt eines Hawaiihemdes meist ein weißes Hemd und einen schwarzen Anzug anhaben....

Verlust ohne Reue

Um es gleich mal vorweg zu sagen: Hier geht es nicht um Unterschichts-Tristesse und Statusverlustängste von ehemals Besserverdienenden. Oder zumindest nicht so, wie man es in letzter Zeit gewohnt ist – gepaart mit trüben Aussichten und chronischer Weltuntergangsparanoia. In Sebastian Nüblings Münchner Kammerspiel-Inszenierung von «Endstation Sehnsucht» ist man...

Muntere Ritterspiele

Einen grundsympathischen Parzival hat sich Lukas Bärfuss frei nach Wolfram von Eschenbach da ausgedacht: ein ordentlicher Zivilisa­tions-Bildungsweg in zehn Szenen, der vom Kaspar-Hauser-Schicksal des in der Einöde aufgewachsenen Kindes über diverse Rittergroß­taten zur Gralsherrschaft führt, die man gut protestantisch erst durch Verzicht erreicht. 
 

Einer, der die...