Aufführungen
An den Münchner Kammerspielen beginnt in Oktober nicht nur die neue Saison, sondern, mit Glück, eine neue Ära. Johan Simons eröffnet seine Intendanz mit einer neuerlichen Roman-Dramatisierung des «Hiob»-Autors Joseph Roth und begibt sich ins «Hotel Savoy» nach Lodz und ins Jahr 1919, auf dem Fuße gefolgt von Alvis Hermanis, den es mit Jack Londons Roman «Ruf der Wildnis» allerdings nach Alaska ins 19. Jahrhundert verschlägt.
Armin Petras bleibt dem Drama treu und widmet sich an der Isar der «Hermannsschlacht» von Kleist, dessen «Penthesilea» er am eigenen Gorki Theater in Berlin Felicitas Brucker überlässt. An der Schaubühne hingegen wird Hausherr Thomas Ostermeier selbst tätig mit Shakespeares «Othello», und am Deutschen Theater geht Stephan Kimmig ins Rennen mit Gorkis «Kinder der Sonne». Auch Hannover-Chef Lars-Ole Walburg stellt sich aushäusig zur Verfügung und untersucht in Zürich «Die Panne» von Dürrenmatt, während an der Leine Kristo Sagor Koltès’ «Kampf des Negers und der Hunde» besichtigt.
Weiter westlich an der Ruhr bindet in Bochum Roger Vontobel vier Stücke von Sophokles, Aischylos und Euripides zur Politsaga «Die Labdakiden» zusammen, und in Oberhausen entlässt ...
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Fernsehen
Freitag, 1.
13.00, Theaterkanal: Kazuo Ohno – Ich tanze ins Licht – ein Film (2004) von Peter Sempel
15.00, 3sat: Der Zimmerspringbrunnen – Spielfilm (2001) nach dem Roman von Jens Sparschuh, mit Götz Schubert, Gustav Peter Wöhler, Hermann Lause u.a., Regie Peter Timm
16.20, Theaterkanal: Die Möwe – von Tschechow, mit Lola Müthel, Hermann Lause,...
Untröstlichkeit. Das wird es am Ende gewesen sein. Wenn das verlorene Häuflein Marthalerseelen den Papstpalast von Avignon wieder verlässt, wie es ihn betreten hat: verschupft, sagt man in der Schweiz schön treffend, von allen guten Geistern verlassen, ein wenig armselig, verloren in Raum und Zeit. Da ziehen sie sich zurück in den klapprigen Lieferwagen, mit dem...
Plötzlich konnte es gar nicht schnell genug gehen. Am 14. September ließ Friedrich Schirmer mitteilen, dass er seinen Vertrag als Intendant des Deutschen Schauspielhauses Hamburg zum 30. September auflösen wolle. Als Begründung führte er die angebliche Unterfinanzierung des Theaters an und eine Etatkürzung um 330.000 Euro, die allerdings schon im November 2009...
