Auf der Suche nach der wahren Illusion
Die Lüge gibt es bekanntlich in unterschiedlich großem Zuschnitt. Meist hat sie kurze Beine und hoppelt als lässliche Schummelei daher. Manchmal wächst sie sich zu etwas Größerem aus, zum echten Trugbild, zum Bluff, zum Lügengespinst womöglich. Da streift sie dann schon die Sphäre des Künstlerischen.
Aber nur ganz selten zeigt sich die elementare Lüge, die Lüge im außermoralischen Sinne, von der Nietzsche sagt, in all unseren Sprachabstraktionen täuschten wir uns ganz grundsätzlich darüber hinweg, dass das Verhältnis des Menschen zur Welt ein fluides, bildhaftes, metaphorisches, anthropomorphes ist: «Wahrheiten sind Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind, Metaphern, die abgenutzt und sinnlich kraftlos geworden sind.» Wer aber diese tiefe Wahrheit der Illusion anrühren will, der muss der größte Lügner sein, ein Verflüssiger von Konventionen. Also ein Künstler. Denn zwischen Subjekt und Objekt gibt es nur «ein ästhetisches Verhalten», «eine nachstammelnde Übersetzung in eine ganz fremde Sprache».
Die Regisseure Herbert Fritsch und Sebastian Hartmann machen in ihren besten Arbeiten, und derer gibt es viele, dieses elementare Täuschungsverhältnis erfahrbar. ...
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Aalen, Theater der Stadt
15. Stephens, Heisenberg
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg/Gera, TPT
2. Schöne/Haugwitz, Der glattrasierte Weihnachtsmann
R. Robert Arnold (Altenburg)
6. nach den Gebrüdern Grimm, Der gestiefelte Kater – Vertrauen will gelernt sein
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Ansbach, Theater
1. nach Vorlicek und Pavlicek, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
R....
Eine junge Wienerin, die ich nicht persönlich kenne, Frl. Elfriede Jelinek, würde noch gern was schreiben.» Das vermeldete der ebenfalls junge, seit seiner «Publikumsbeschimpfung» aber schon deutlich prominentere Peter Handke 1968 dem Residenzverlag. Er akquirierte gerade Autor*innen für die lesenswerte Anthologie «Der gewöhnliche Schrecken. Horrorgeschichten», mit...
1.
Geben Kunde allen Menschen, hier steht es ja, nicht in dieser Zeitung, es steht auch in der elektrischen Ausgabe, nein, in der andren dort, die auch elektrifiziert und besonders erhellend ist, in dieser nicht, das werden wir uns merken, daß es hier nicht steht, in dieser andren Zeitung, die es auch noch merken wird, ich weiß nur nicht, was, denn niemand hat...
