As time goes by

Wolfgang Beck teilt Welt und Bühne in zwei Spalten: eine «Chronik des europäischen Theaters»

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Exakt 2783 Jahre europäische Theaterge­schichts­daten auf 239 Seiten nebst weiteren 116 Seiten aufgelisteter Theaterliteratur zum Thema – wer so ein Projekt zwischen zwei Buchdeckel bringt, braucht viel Leidenschaft. Wolfgang Becks datenselige «Chronik des europäischen Theaters von der Antike bis zur Ge­genwart» will einen Überblick geben über «Zusammenhänge, Gleichzeitigkeiten oder Ungleich­zeitigkeiten der Theaterentwicklung in Europa».

Das klingt selbstverständlicher, als es ist: Für Gleichzeitigkeit und Ungleichzeitigkeit sorgt die Zeit ganz automatisch, aber was für Zusammenhänge schaffen chronologische Tabellen?

Beck regelt die Geschichte mit zwei Spalten: links «Personen des Theaters/Bühnenereignisse», zumeist Geburtsjahre und Uraufführungen, rechts daneben «Zeitgeschichte/Bühnen­wesen», also größere historische Vulkanaus­brüche neben Theatergründungen, Intendanzen und anderem Grundstürzenden. Diese Systematik führt zu interessanten Gegenüberstellungen. Im Jahr 1570 etwa wurde links der englische Dramatiker John Webster geboren, während rechts die Schulordnung in Breslau den Wert der Aufführungen von Stücken des Terenz betont. Soweit, so gut. Aufschlussreich auch das Jahr ...

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Theater heute März 2009
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Franz Wille

Vergriffen
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