«Man fühlt sich wie der liebe Gott persönlich»

Im Gesprächsband «Frei für den Moment» spricht Andrea Breth mit Irene Bazinger über Krankheit, Homosexualität und das gescheiterte «Wallenstein»-Projekt – Auszüge

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Irene Bazinger Frau Breth, wonach darf man Sie denn gar nicht fragen?

Andrea Breth Mmmh … nach meinem Privatleben.

Gut, aber vielleicht möchten Sie etwas über Ihr Elternhaus erzählen?

Ich habe zu meinen Eltern immer einen ganz innigen Kontakt gehabt. Eine Familienzerstörung oder ein Sich-von-der-Familie-Abwenden kam bei uns nicht vor.

Ihr Vater Herbert Breth war Professor an der Technischen Hochschule Darmstadt?

Ja, deshalb sind wir von Bayern nach Darmstadt gezogen. Da war er allerdings noch nicht Professor.

Er hat Darmstadt gewählt, um schnell an einem internationalen Flughafen wie Frankfurt sein zu können. Meine Mutter hat in der damaligen Zeit alle seine Termine gemacht, und beide haben in unserer kleinen Wohnung gearbeitet. So war der Anfang. Mein Vater war Professor für Bodenmechanik und Grundbau in Darmstadt. Jetzt werden Sie mich fragen, was das ist. Also, er hat Staudämme gebaut oder zum Beispiel auch die U-Bahn in Frankfurt am Main. Die wurde unter dem Hauptbahnhof angelegt, der aber währenddessen in Betrieb blieb. Das war auch für ihn ein schweißtreibendes Unterfangen. Staudämme hat er auf der ganzen Welt errichtet, er war Berater von vielen Firmen. Er benutzte für seine ...

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Theater heute März 2009
Rubrik: Akteure, Seite 30
von Irene Bazinger

Vergriffen
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