Alter ist nichts für Feiglinge!
Die Zukunft unserer Gesellschaft wird alt aussehen, so viel hat sich inzwischen herumgesprochen. Wer heute mit 65 in Rente oder mit Ende 50 in den Vorruhestand geht, hat in der Regel ein Drittel seines Lebens noch vor sich. Es wird in Zukunft nicht nur mehr Alte als Junge geben, sondern jeder Einzelne wird in seinem Leben auch länger alt als jung sein. Gleichzeitig verändern sich unsere Vorstellungen vom Altsein nur langsam. Noch immer gelten dreiphasige Lebensbiografien als die Norm: Jugend – Arbeitsleben und Familiengründung – Altenteil.
Doch wer länger lebt, sieht sich nicht nur den Möglichkeiten, sondern auch der Notwendigkeit ausgesetzt, sein Leben nach dem altersbedingten Abschied vom Berufsalltag unter Umständen noch einmal komplett neu zu gestalten.
Lutz Hübner versammelt in «Blütenträume» Menschen, die dieses Dilemma aus eigener Anschauung kennen. Sie sind alle über 60, gehören also einer Generation an, für die es derzeit viele Namen gibt, um eine demografische Herausforderung wenigstens per Sprache in den Griff zu kriegen: «Best Ager», «Menschen in der nachberuflichen Lebensphase» oder «Generation Silver Sex». Bei Hübner heißen sie ebenso einfach wie ...
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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 159
von Thomas Laue
Ich träumte, dass mir ein Mann mit einer Brille erschien und zu mir sagte: ‹Nicht im Möglichen schweben, sondern das Wirkliche tapfer ergreifen! In der Tat liegt die Freiheit.›» Aus dieser geträumten Forderung entfaltet Justine del Corte in ihrem «Alptraum vom Glück» ein Panoptikum von Geschichten und Geschichtensplittern, die sich ineinander verweben und sich ab...
Wie das denn gehen solle, jammere ich der Freundin telefonisch ins Ohr – ein Geheimnis entschlüsseln, ein Rezept für Erfolg analysieren. Und nein, nein sagen, ginge in dem Falle gar nicht, schließlich wolle man vor der Herausforderung nicht kneifen, und es sei ja auch eine Ehre, und – stimmt – man fühle sich in seiner Eitelkeit geschmeichelt – und jetzt säße man...
Frotzi ist HermaphroditIn. Ihr wiederkehrendes Problem: Sie wacht morgens auf, und ihr Geschlecht ist weg. Zum Glück trifft sie auf ihrer Suche nach einer symbiotischen Beziehung auf Nobbi, einen freundlichen älteren Werwolf («kein problem ich steh dazu»). Man kommt sich näher («wir haben sex und seine äußere Körperform ändert sich ständig»), sehr zum Entsetzen von...
