Akt zur Selbsthilfe

Die Kölner freien Theater wollen sich ihre eigene Kritik in der Theaterzeitung «Akt» finanzieren

Theater heute - Logo

Eine Stellenanzeige in der «Zeit» war der erste Schritt in die Öffentlichkeit: Köln soll eine neue unabhängige monatliche Zeitung für Darstellende Künste erhalten, dafür wurde, überregional wohlgemerkt, ein hochmotivierter Chefredakteur gesucht.

Kulturpolitisch bemerkenswert: Die Initiatoren der neuen Theaterzeitung sind die Kölner Theater selbst, durch ihre Interessensvertretungen «Kölner Theaterkonferenz e.V.

», der neben den Städtischen Bühnen mehr als 50 Freie Theater, Häuser, Gruppen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Interessen ange­hören, und «plattform kölner theater e.V.», ein Zusammenschluss von derzeit acht freien Theatern. Hintergrund der Initiative ist der seit Jahren beklagte Verlust an journalistischer Wahrnehmung. Wenn die lokale Presse der journalistischen Verantwortung nicht nachkomme und Teile der Berichterstattung an Umfang und Qualität zu wünschen lasse, initiiere man nun eben selbst eine umfassendere Berichterstattung, erklären Dietmar Kobboldt, Vorsitzender der Kölner Theaterkonferenz, und Gerhardt Haag, Sprecher der «plattform kölner theater». Das zielt vor allem, aber nicht nur, auf den «Kölner Stadt-Anzeiger» aus dem Hause DuMont-Schauberg, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Dezember 2008
Rubrik: Magazin/Theaterzeitung, Seite 62
von Susanne Finken

Vergriffen
Weitere Beiträge
Grenzen überschreiten

Im strahlenden Sonnenschein eilt Katie Mitchell zum Treffpunkt National Theatre Bühneneingang. Etwas zu spät wegen dringender Bankgeschäfte – das Wort Island fällt –, etwas in Eile, weil sie in ein paar Stunden der Presse ihr frischgeschriebenes Buch «The Director’s Craft» vorstellen wird. In ihrem Rucksack schwere Wälzer anderer Natur: Sie recherchiere gerade zwei...

Max Frisch: «Homo faber»

Krisenzeiten sind Zeiten der Techniker. Mit rasanter Geschwindigkeit und dem Einsatz von anderthalb Bundeshaushalten wurde im schwar­zen Herbst 2008 die Geldturbine wieder angeworfen. Noch nie haben sich die Regierenden in Europa und Amerika in so kurzer Zeit einigen und rasch entscheiden können und dabei so große Geldsummen in die Hand genommen. Weder die...

«Ich find’s eine großartige Situation!»

Eva Behrendt Ist der Kapitalismus jetzt vorbei?

Harald SchmidtDer Kapitalismus blüht mehr denn je. Und er funktioniert! Wer Fehler macht, fliegt vom Markt. Jede Firma, die zusammenkracht, zeigt, dass die Marktwirtschaft funktioniert.

EB Auch wenn der Staat das Zusammengekrachte wieder aufkehren muss?

Schmidt Die Frage ist ja, ob das Zusammengekrachte sich aufkehren...