Akt zur Selbsthilfe
Eine Stellenanzeige in der «Zeit» war der erste Schritt in die Öffentlichkeit: Köln soll eine neue unabhängige monatliche Zeitung für Darstellende Künste erhalten, dafür wurde, überregional wohlgemerkt, ein hochmotivierter Chefredakteur gesucht.
Kulturpolitisch bemerkenswert: Die Initiatoren der neuen Theaterzeitung sind die Kölner Theater selbst, durch ihre Interessensvertretungen «Kölner Theaterkonferenz e.V.
», der neben den Städtischen Bühnen mehr als 50 Freie Theater, Häuser, Gruppen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Interessen angehören, und «plattform kölner theater e.V.», ein Zusammenschluss von derzeit acht freien Theatern. Hintergrund der Initiative ist der seit Jahren beklagte Verlust an journalistischer Wahrnehmung. Wenn die lokale Presse der journalistischen Verantwortung nicht nachkomme und Teile der Berichterstattung an Umfang und Qualität zu wünschen lasse, initiiere man nun eben selbst eine umfassendere Berichterstattung, erklären Dietmar Kobboldt, Vorsitzender der Kölner Theaterkonferenz, und Gerhardt Haag, Sprecher der «plattform kölner theater». Das zielt vor allem, aber nicht nur, auf den «Kölner Stadt-Anzeiger» aus dem Hause DuMont-Schauberg, ...
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Zeit: 27. Oktober 2008, der Montag nach der Premiere
Ort: Die Feuilleton-Titelseiten
Stimmen:
MODERATOR
Matthias HEINE («Endlich mal wieder Strumpfhosen», Die Welt)
Ralf-Carl LANGHALS («Wunder gibt es immer wieder», Mannheimer Morgen)
Peter MICHALZIK («Best of Germany», Frankfurter Rundschau)
Roland MÜLLER («Demut, dein Name ist Schmidt», Stuttgarter Zeitung)
Christopher...
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Andrea Maria Schenkels Erfolgsroman «Tannöd» ist sicher...
Zurzeit ist es schwierig, jemanden aus der New Yorker Theaterwelt ans Telefon zu bekommen. Seit zwei Monaten redet die Stadt über nichts anderes als den Zusammenbruch der Wall Street, den globalen Finanz-Meltdown, steigende Arbeitslosenzahlen und die anstehende Kreditkartenkrise. Erst seit der Wahlnacht ist die Stimmung besser, und die Obama-Euphorie möchte man...
