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Die «Basler Zeitung» hat ihren Kulturteil überholt

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Wird Basel Provinz?», fragte das städtische Theater jüngst in einer Podiumsrunde. Und wer die Basler kennt, ihren Stolz auf die ortsansässigen Global Players aus der Pharma- und Kulturindustrie, ihren inneren Drang nach Weltoffenheit, der eine Mischung ist aus Sehnsucht und Selbstdarstellung – der kann sich vorstellen, dass sie keine Antwort auf diese Frage mehr fürchten als ein lässiges Kopfnicken. Einer breiten Bildungsschicht ist es keineswegs gleichgültig, wie es um das geistige Klima der Stadt bestellt ist.

Wittert die Intelligenzia vom Rheinknie Qualitätsverfall, erwacht die Streitlust. Das bekommt zurzeit die «Basler Zeitung» zu spüren. Eine seltene Allianz aus linksalternativen und liberalbürgerlichen Kulturzirkeln läuft Sturm gegen eine radikale Blattreform, welche die regionale Tageszeitung vor kurzem ereilte. Ausgerechnet der BaZ, die sich stets selbst als «Regionalzeitung von Weltformat» rühmen durfte, wird nun vorgeworfen, mit der Provinzialisierung auch ihr Format zu verlieren.

Stein des Anstoßes ist die Art, wie die Zeitung unter ihrem neuen Chefredakteur Ivo Bachmann Kulturjournalismus macht. Das klassische Feuilleton und das Essay-betonte Wochenendmagazin wurden ...

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Theater heute Januar 2005
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Stephan Reuter

Vergriffen
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