Rückwärtsgehen

Neurowissenschaften

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Egal, wo man das Buch aufschlägt: Die Lektüre verspricht, spannend zu werden. Seite 116 beispielsweise, ein eher beiläufiges Thema. Da wird erklärt, dass sich beim Sitzen unsere Beckenschalen nach vorne verbiegen. Das wiederum drückt direkt auf die Wirbelsäule und verursacht letztlich Rückenschmerzen. Julia F. Christensen und Dong-Seon Chang wissen Rat: «Wenn Sie rückwärtsgehen, wird dieser Effekt rückgängig gemacht. Die Beckenschalen kommen beim Strecken des Beins nach hinten wieder in Form, und Ihrem Rücken wird eine große Last genommen.

» 

Und nicht nur das: Das Rückwärtslaufen hat noch andere «tolle Nebeneffekte», wie eine Studie am China Institute of Sport Science in Beijing belegt. Bei siebenjährigen Kindern habe das tägliche Rückwärtsgehen zu einer deutlichen Verbesserung des Gleichgewichts geführt. Auch fanden Forscher in Italien heraus, dass sich bei Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit (ADHS) die Probleme erkennbar verringern, wenn sie täglich nur zehn Minuten lang rückwärtsgehen. Fazit: «Rückwärtsgehen ist also ein Aufmerksamkeitstraining, das Sie gratis beim Tanzen dazubekommen.» So beim Tango, wie die ehemalige Ballerina aus Dänemark in einem persönlichen Statement ...

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Tanz Dezember 2018
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Hartmut Regitz

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