Highlights 12/18
Monte-Carlo: En compagnie de Nijinsky
So lange ist es noch nicht her, dass Jeroen Verbruggen sich eine Rolle Vaslav Nijinskys zu eigen machte – in «Le Spectre de la rose», von Marco Goecke sozusagen auf seinen Leib choreografiert. Die Nijinsky-Hommage steht erneut auf einem Programm der Ballets de Monte-Carlo – allerdings: Verbruggen tanzt nicht mehr, er choreografiert – diesmal mit «Aimai-je un rêve?» ein Nijinsky-Ballett, mit dem der Star der Ballets russes unter dem Titel «L'Après-midi d'un faune» einst einen handfesten Skandal entfesselte.
«En compagnie de Nijinsky» sind auch Jean-Christophe Maillot und Johan Inger: Der eine zeigt noch mal seine Version von «Daphnis et Chloé», der andere stellt «Petruschka» auf neue Beine.
L’Opéra de Monte-Carlo, Salle Garnier, 8., 9. Dezember; www.balletsdemontecarlo.com
London: Triple Bill und «Schwanensee»
Es muss nicht immer «Nussknacker» sein auf der Weihnachts-Zielgeraden. Zur Abwechslung taugt auch ein «Schwanensee» – wenn er von Matthew Bourne stammt. Nach vier Jahren Abstinenz kehrt dessen umjubelter, inzwischen 23 Jahre alter, ganz und gar männlich bestückter «Swan Lake» zurück auf die Bühne des Sadler‘s Wells in London. Immer ...
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Tanz Dezember 2018
Rubrik: Tanz im Dezember, Seite 36
von
In Russland pflegen Revolutionen von Sankt Petersburg auszugehen. Das gilt auch für das Ballett. Das, was man mit dem heute schon fast wieder in Vergessenheit geratenen Begriff «Perestroika» bezeichnet – die politische und kulturelle Öffnung, die Staatschef Michail Gorbatschow 1986 für die Sowjetunion einleitete –, vollzog sich in der russischen Ballettwelt...
Im Varieté turnen Akrobaten von Nummer zu Nummer. Nach jeder folgt der Applaus wie das Amen. Auch das Chamäleon in den Berliner Hackeschen Höfen hält sich seit 14 Jahren an diese Regel. Der Unterschied: Es lädt Yaron Lifschitz ein. Der Australier und seine Kompanie Circa legten hier schon 2011 mit «Wunderkammer» eine Sensation hin. Das Choreografische, der Tanz...
Was ist wahre Perfektion – ein glänzendes Schmuckstück für die Ewigkeit oder ein schöner, aber flüchtiger Moment im Tanz? Das Ballett des Theaters Pforz-heim hat seine erste Premiere ins Schmuckmuseum der Goldstadt verlegt und erforscht dort mit einer In-situ-Choreografie Themen wie Narzissmus und den Wert des Individuums. Ballettdirektor Guido Markowitz und...
