persönlich
newcomer_________
michaela deprince
erfüllt sich in jüngster Zeit Traum um Traum. Erst als Tänzerin im Doku-Film «First Position» (tanz 6/13), dann seit Beginn dieser Spielzeit als Mitglied der Juniorkompanie des Niederländischen Nationalballetts. «Mein ganzes Leben habe ich davon geträumt, in einer der klassischen Top-Kompanien der Welt zu tanzen. Es schien unmöglich, weil ich ein schwarzes Mädchen bin», sagt sie.
«Wir tanzen normalerweise in Ensembles wie Alonzo King‘s LINES oder traditionell schwarzen Truppen wie dem Dance Theatre of Harlem.» Der einjährige Vertrag bedeutet ihr so viel, dass sie bereit war, sich dafür von Familie und Boyfriend in den USA zu trennen.
In dem Kinofilm erzählt die heute 18-Jährige, wie sie – eine Kriegswaise aus Sierra Leone – zum Tanz kam. Vier war Michaela, als sie vor den Eingangstoren ihres Waisenhauses eine Zeitschrift mit einer Tänzerin auf dem Cover fand. Das Heft lag im Dreck, sie hob es auf und war im Innersten bewegt. «Die Frau sah so glücklich aus auf ihren Spitzenschuhen», erinnert sie sich, «das wollte ich auch sein. Ich beschloss: Sollte ich jemals adoptiert werden und nach Amerika kommen, würde ich tanzen lernen wie die Frau in dem ...
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Tanz November 2013
Rubrik: menschen, Seite 30
von
Weltmarktführer können sich schlappe Performances offenbar problemlos leisten. Nike zumindest trägt die Nase sehr hoch, seit sich sein Marken-Imperium bis weiter hinter den Ural erstreckt. Schuhe, Trainings-Outfits und Accessoires mit dem Haken-Logo verkaufen sich wie verrückt – wozu noch so was Altbackenes wie Servicefreundlichkeit kultivieren? Wer in Berlin...
Es hört sich an wie ein Pfeifen im Dunkeln. Im matten Schein auf leerer Bühne steht ein Trinkwasserspender. Hände klopfen auf die Gallone, als sei sie eine afrikanische Trommel. Das ängstliche Flöten, das nervöse Schlagen zwingt die Körper in Bewegung. Ein Gellen und spitzes Schreien entfährt den Körpern, sie beginnen einen entschlossenen Wechselgesang, es folgen...
screening_________
le corsaire
120 Tänzer auf der Bühne, aufgeboten für eine Liebes-Saga mit Piraten-Flair, arrangiert von keinem Geringeren als Alexei Ratmansky (im Schulterschluss mit Yuri Burlaka): 2007 feierte diese «Corsaire»-Inszenierung im Namen des Bolshoi Premiere, wiewohl das Stammhaus damals wegen der millionenschweren Restaurierung geschlossen war. Dem...
