Meg Stuart mit «It’s not Funny!»
Schon klar, ihren Weg von den Anfängen im Freien über die Residence an Marthalers Zürcher Schauspielhaus und die Partnerschaft mit der zumindest noch in revolutionärer Restwärme vor sich hinglimmenden Volksbühne bis zu den Salzburger Festspielen will sie nicht als Aufstieg ins Establishment verstanden wissen. Eher vielleicht als Husarenritt an die Front. Hier im Herzen der Hochkultur kann man noch davon träumen, Fremdkörper zu sein, ein Stachel im allzu satten Fleisch.
Hier will Meg Stuart mit ihrem Statement «It’s not Funny!» aus einer Koproduktion einen subtilen Akt der Sabotage machen, indem sie dem soft-progressiven Komödienmotto der Salzburger Festspiele etwas entgegensetzt, was nicht nur im Hals stecken bleibt (wie das von Schauspieldirektor Martin Kusej gern zitierte Lachen), sondern von vornherein als nicht genießbar erscheint: Peinlichkeit, die dadurch berührt, dass sie auch von außen betrachtet nicht lustig wirkt, sondern verzweifelt, aggressiv, zerstörerisch.
Eine Showtreppe ist ja so etwas wie eine Landebahn für Götter, eine Rampe für den Sternenstaub – und ein Präsentierteller für Pannen aller Art. Nun interessiert sich Meg Stuart natürlich nicht so sehr für ...
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