Absolute Wilson
Am 4. Oktober 1941 in Waco/Texas geboren, hat der nun 65-jährige Robert Wilson alles erreicht: ein dickes Buch über sein Leben ist erschienen, ein materialreicher Film kommt ins Kino, und das Watermill Center hat eine solide Basis – ein «Ort, der bestehen soll über mich hinaus». So, liebe Rentner, sieht ein Lebenswerk aus. Dabei hat Bob Wilson in jungen Jahren schlechte Karten: er stottert, lernt wenig, hat ausgerechnet in Texas einen Schwarzen zum Freund und entdeckt als Sohn des Kleinstadt-Bürgermeisters, dass er schwul ist. Sein Glück: er trifft die Tanztherapeutin Byrd Hoffman.
Sie macht den gelernten Architekten, Zeichner und Designer zum Tänzer (sein letzter Auftritt: 1976 in seiner Oper «Einstein on the Beach»), unterstützt von seinem langjährigen Freund und Choreografen Andy de Groat. Es könnte die Geschichte des Tänzers und Choreografen Robert Wilson werden. 1965 reüssiert er mit einer Choreografie zur Weltausstellung in New York. Bei seinem ersten Europa-Gastspiel 1971 in Nancy wird er aber als «Surrealist» gefeiert: vom Großmeister des Surrealimus, Louis Aragon. Seine europäischen Geldgeber verehren ihn seitdem unter diesem Label und überlassen ihn der lukrativen Oper. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ein Ballettschicksal: Absolvent der Ballettschule der Pariser Opéra, tritt Jean Sarelli in das Corps de ballet ein und schafft es bis zum Sujet. Ende der 1960er wird er Probenleiter und betreut mit großem Kunstverständnis am Palais Garnier die Ballettreprisen von Serge Lifar («Suite en blanc», «Les Mirages») und Harald Lander («Études»). 1978 verlässt er die...
She is a human volcano from Iceland, proud of her body, voice and skills. She is the kind of strong, truly powerful female personality we need to see more of on the stage. At the Drodesera festival, near Trento, she presented a new piece together with Jóhann Jóhannsson, with whom she previously conceived and performed the signature work “IBM1401, a User’s Manual,”...
To complain about the communication problem between the audience and contemporary dance is to state a platitude that is by now merely rhetorical. For Portuguese choreographer João Fiadeiro, for one, this is no matter for concern. “In a contemporary performance we are not going to confirm expectations but be confronted with something. We are in a territory of...
