Marina Abramovic: «Spirit Cooking», Installation in der Küche von Jan Fabres Theaterzentrum Troubleyn in Antwerpen; Foto: Magdalena Blasczcuk
Magersucht
Man sieht es ihr nicht an. Anita T. hat unter anderem Namen eine beachtliche Tänzerinnenkarriere hingelegt. Dass das alles andere als eine Selbstverständlichkeit gewesen ist, begreift man erst, wenn sie aus ihrer Vergangenheit erzählt. Wie so viele Gleichaltrige in ihrer Ballettschule hatte sie ein gravierendes Problem: Magersucht. Wie entsteht diese Krankheit und wie lässt sie sich überwinden? Fragen, die vielleicht mehr Studierende, Pädagoginnen und Pädagogen, Tänzerinnen und Tänzer beschäftigen als gemeinhin angenommen.
Anita, auch wenn Sie Ihre Magersucht längst überwunden haben: Können Sie sich noch daran erinnern, was sie ausgelöst hat? Aber ja. «Das Kind muss abnehmen», hieß es seinerzeit bei der Aufnahmeprüfung in der Ballettschule. Ich war zwischen elf und zwölf Jahre alt, eher klein als groß und noch mitten im Wachstum begriffen. Meine Oma, bei der ich damals viel Zeit verbrachte, hat viel mit Butter gekocht, viel Süßes zubereitet. Meine Mutter dagegen ermahnte mich, etwas Vernünftiges zu essen. Sie meinte, etwas Gutes zu tun, als sie mich aufforderte, mir meiner Ernährung bewusst zu werden. «3000 Kalorien sind genug. Schreib dir doch mal auf, wie viele dies hat und das.» ...
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Tanz Oktober 2017
Rubrik: Serie: Ernährung, Seite 62
von Hartmut Regitz
Fehler machen? Hier ist es erlaubt. Scheitern? Sogar erwünscht. Erst wenn wir ins Chaos des Nichtwissens tauchen und dabei noch lachen können, entsteht Kreativität – und Ordnung im Nervensystem. Versuch und Irrtum ist das Ur-Prinzip produktiven Lernens. Michael Schründer nennt diesen Prozess «essenzielles Lernen». Und er fühlt den Puls dabei.
Als erfahrener...
Eine Leinwand wie im Kino. Auch wenn der Vorhang noch geschlossen ist, erkennt man durch den roten Stoff bereits die Umrisse eines Plakats, mit dem einst die Filmversion des Balletts «Das Rote Frauenbataillon» beworben wurde. Davor die vier Protagonistinnen des Abends, die Hände scheinbar gebunden oder zu drohenden Fäusten geballt: Gesten, zu Posen erstarrt, in...
Auf einen wie ihn haben die Festivals seit Langem gewartet. Dimitris Papaioannou steigt auf wie Phoenix. Nicht aus der Asche, aber aus Griechenland, dem vermeintlichen Niemandsland der zeitgenössischen Bühne. Dem Gründer des Edafos Dance Theatre und Inszenator der olympischen Zeremonien von Athen 2004 wird nicht umsonst die Ehre zuteil, im Mai 2018 ein neues Stück...
