Michael Schründer unterrichtet nach der Feldenkrais-Methode. Foto: Bard Houtkamp

Ordnung durch Chaos

Michael Schründer setzt auf «essenzielles Lernen» – eine Verbindung von Rhythmus- und Feldenkrais-Methodik

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Fehler machen? Hier ist es erlaubt. Scheitern? Sogar erwünscht. Erst wenn wir ins Chaos des Nichtwissens tauchen und dabei noch lachen können, entsteht Kreativität – und Ordnung im Nervensystem. Versuch und Irrtum ist das Ur-Prinzip produktiven Lernens. Michael Schrün­der nennt diesen Prozess «essenzielles Lernen». Und er fühlt den Puls dabei.
 
Als erfahrener Feldenkrais-Practitioner und TaKeTiNa-Rhythmuspädagoge prägte er den Begriff, um für diese Methoden Verbindendes zu benennen.

«Was ist der Kern des Ganzen? Was hat beides miteinander zu tun? Es geht um entwicklungsorientiertes Lernen. Es wird etwas gelernt, was uns zugleich mit der Essenz von dem verbindet, was gelernt wird, und mit dem eigenen Wesen. Dieses Lernen ist essenziell.» Moshé Feldenkrais (tanz 10/15) nannte diesen Prozess «organisches Lernen».

Polyrhythmik im Körper

In den Gruppenprozessen des TaKeTiNa wird der Körper zum Instrument. Stimme, Schritte, Klatschen verschränken sich auf mehreren Rhythmusebenen. Ein hochkomplexer Vorgang mit tiefgreifender Wirkung und der Chance, durch Chaosphasen hindurch in einen Zustand freudig-gelassener Aufmerksamkeit zu gelangen. Der Entwickler dieser Strategie ist der Musiker ...

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Tanz Oktober 2017
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Irene Sieben

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