Iris Tenge

on knowledge and innocence in motion.

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Aren’t we fortunate to be engaged in an art form which, by its very nature, cannot be solidified into thing-ness, possessed, encased as dead stuff? Even if occasionally it is difficult to argue the content and validity of such sheer activity, the non-material productiveness of live experience and performance. Even if a budget-worried zeitgeist continues to challenge our resourcefulness and survival skills; to overlook artistic inspiration as an enduring active energy in our culture, working toward broader perspectives and scales of coherence.

I love watching people – and other species – when they are physically absorbed in an activity. Their focused attention adds grace to the movement, to the unfolding dynamics in space and time. Even the hesitations and double-takes are not without charm, the slips and the recoveries, revealing a kind of courage and dignity inherent to our struggles, quests, and coping endeavours. It seems, curiously, to be knowledge and innocence in motion at the same time. From purposeful physical activity to the heightened momentum of dance, the impulse is the same life-affirming and knowing innocence, the same embodied expression of joy and passionate interest ...

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Tanz Oktober 2006
Rubrik: Was denkt..., Seite 72
von Iris Tenge

Vergriffen
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Versteinert?

Bevor der «graue Bote» im Dreiminutenstück von Thornton Wilder den anwesenden Herrn Mozart um eine entsprechende Gefälligkeit bitten kann, erklingt in der Stuttgarter Waldorfschule auf der Uhlandshöhe dessen «Maurische Trauermusik». Das kann kein Zufall sein. Der ganze Abend ist ein einziges Gedenken. Wenn die Erinnerung auch ihre heiteren, hellen Seiten hat, sind...

Leserbrief

Ich möchte nach meinem Abitur eine Tanzausbildung mit dem Schwerpunkt Modern Dance absolvieren. Wenn ich mich nach dem Abitur bewerbe, tanze ich erst zwei Jahre. Reicht das aus, um sich irgendwo bewerben zu können? Oder habe ich vielleicht überhaupt gar keine Chance? Worin besteht der Unterschied zwischen einer Hochschule und einer Berufsfachschule? Ist es schwerer...

Tanz den Kontrapunkt

Wir denken mit unseren Beinen und gehen mit unserem Kopf
(Thomas Bernhard in «Gehen»)

Musik und Tanz: ein Herz und eine Seele. Könnte man denken, ist aber nicht so. Stattdessen ließe sich seit Guillaume du Manoir, dem Kapellmeister Ludwigs des XIV. und Autor des  Buchs «Die Heirat zwischen der Musik und dem Tanz» (1664), von einer krisenhaften Ehe sprechen, die...