Choreologe
Notation als Sicherungskopie
Sorgen, was nach der Karriere kommen würde, brauchte sie sich nicht zu machen: Die Qualifikation für die Zeit danach hatte sie schon in der Tasche, bevor es überhaupt losging. Cherie Trevaskis, die Choreologin des Bayerischen Staatsballetts, ist ein Musterbeispiel für Transition, und das zu einer Zeit, als dieses Wort noch gar nicht die heutige Bedeutung hatte.
Erst absolvierte sie eine Ausbildung zur Choreologin in der von Joan und Rudolf Benesh in den 1950er-Jahren in Großbritannien erfundenen Methode zur Aufzeichnung von (Bühnen-)Tanz, der Benesh Movement Notation, dann startete sie professionell mit dem Tanzen.
Das sei nicht ihre Idee gewesen, stellt Cherie Trevaskis klar. Ihr Vater habe darauf hingewiesen, dass die Notation etwas sei, was sie nach dem Ende der Tänzerlaufbahn machen könne, erzählt sie. Und ihr deshalb empfohlen, für ein Jahr nach London zu gehen und neben weiterem Tanztraining die Benesh Movement Notation vollständig zu erlernen. Das war 1968. Die war ihr zu diesem Zeitpunkt nicht fremd gewesen, denn zu ihrem Studium an der Australian Ballet School gehörte der Unterricht in dieser Tanzschrift, die heute neben der Labanotation zu den ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Karrieren im Theater, Seite 34
von Klaus Kieser
Die Gruppe nach dem Solo
Für seine Solistenkarriere bei der Mark Morris Dance Group bekam er 2010 den «Bessie Award». Er tanzte, trainierte die Kompanie bei Tourneen, gab Unterricht für Studenten, manchmal auch für Kinder, unterrichtete «Mark Morris stuff» und beteiligte sich an «Outreach»-Projekten. Das Übliche eben. Seit 1997 ist David Leventhal Mitglied der...
Sie sind ja so diszipliniert, schnurrte es aus den Nachrichten. Bewunderung für die Fähigkeit der Japaner, großes Leid mit äußerer Fassung zu tragen. In die Bewunderung mischten sich bald andere Töne: diszipliniert ja. Aber auch obrigkeitshörig, eigentlich. Ein peinlicher Ausrutscher passierte knapp drei Monate nach der Katastrophe von Fukushima einer...
Er kommt aus Japan und leitet als Choreograf und Tänzer die junge Kompanie Tokyo Electrock Stairs. Was anderswo ein alter Hut zu sein scheint: Hip-Hop gilt in Japan nach wie vor als Kindertechnik und dient allenfalls der jugendlichen Unterhaltung in kleinem Kreis. Kentaro weiß das und macht trotzdem weiter. Streetdance ist Ehrensache. Und er hat Talent. Er...
