Mit Patienten tanzen
Die Gruppe nach dem Solo
Für seine Solistenkarriere bei der Mark Morris Dance Group bekam er 2010 den «Bessie Award». Er tanzte, trainierte die Kompanie bei Tourneen, gab Unterricht für Studenten, manchmal auch für Kinder, unterrichtete «Mark Morris stuff» und beteiligte sich an «Outreach»-Projekten. Das Übliche eben. Seit 1997 ist David Leventhal Mitglied der Kompanie von Mark Morris in New York. 2001 kam für ihn die Wende.
Die Kompanie war eben nach Brooklyn umgezogen und hatte ihr neues Zentrum eröffnet, als sich Olie Westheimer bei der Kompanie meldete und anfragte, ob man sie nicht unterstützen wolle. Die Idee: eine Tanzklasse für Menschen mit der Parkinson-Krankheit.
Olie Westheimer, die sich viel mit Parkinson-Patienten beschäftigt und selbst eine Tanzausbildung genossen hatte, war klar geworden, wo der gemeinsame Nenner zwischen Parkinson-Patienten und Tänzern zu finden ist: Beide müssen Bewegungen und Bewegungsfolgen lernen, bewältigen und sich an sie erinnern. Warum sollten die Techniken, die Tänzer dafür anwenden, nicht auch den Erkrankten nützlich sein? Außerdem macht Tanzen Spaß, und der gedeiht in den (Selbst-)Hilfegruppen nicht eben üppig. Für die «New York Times» ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Körperarbeiter, Seite 90
von Katja Schneider
Wer Michael Douglas sehen will, geht ins Kino. Wer das MichaelDouglas Kollektiv sehen will, geht nach Köln. Dort haben sich 2009 die beiden Tänzer Michael Maurissens und Douglas Bateman niedergelassen, um nach dem Aus von Amanda Millers pretty ugly dance köln eine neue Existenz zu gründen. Professionell und pfiffig ist das Ensemble, dem sich auch weitere ehemalige...
Sie hat ebenso viel Witz wie Verstand. In ihren Choreografien, die wie Studien daherkommen, forscht sie nach dem Bewegungsimpuls. Dabei entkleidet sie den Anlass von der Ursache, Partituren dienen ihr zur Systematisierung, aber auch als Reibungsflächen, die einen Widerstand zwischen Performern und ihrem Material spürbar machen. Diese Bewegungspartituren sind nicht...
Wer in den vergangenen Jahrzehnten von zeitgenössischem Tanz sprach, dachte hoffentlich zuerst an Merce Cunningham. Seine Arbeit war essenziell, weil er es schaffte, ein genügend komplexes Körperbild herzustellen, dass den Selbstfindungsprozessen und dem Individualismus des 20. Jahrhunderts tatsächlich entsprach, nicht ohne selbst auch die Frage nach den Grenzen...
