anstiften

Dieter Buroch hat dreiundzwanzig Jahre lang bis 2011 das Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main geleitet. Jetzt bringt er seinen Wohnort Runkel künstlerisch auf Vordermann und hat überhaupt ein paar nützliche Tipps zum Umgang mit Stiftungen

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Als wir nach dem Gespräch wieder in sein Auto steigen, das unter einem Baumarktholzdach parkt, heben die Nachbarn kurz die Köpfe. Dieter Buroch grüßt fröhlich hinüber. Ein Rentnerpaar, das da auf seiner Terrasse dem gepflegten Nichtstun frönt und dessen Hortensien blühen, als gäbe es kein Morgen. Buroch hat es nicht so mit Blümchen, aber einen schönen Rasen hinter seinem kleinen, alten, liebe- und stilvoll ausgebauten Haus. Einen großen Gartentisch und ein extra Holzhaus als halboffenes Gartenwohnzimmer, an dessen Wand ein riesiges Foto hinter Glas prangt, ein Werk von VA Wölfl.

Der Künstler ist präsent hier, schwirrt im Kopf von Buroch herum, der das Schwirren von Kunst so schätzt. Seine Ehrenurkunden namens Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland hat er im Haus an den Ort gehängt, wo Besucher Stille und Zeit haben zur Betrachtung. So erklärt er es. Die Wiese nebenan hat er dazugekauft, als Platz für ein Beerdigungsprojekt, ein Projektbeerdigungsprojekt, das noch der Realisierung harrt. «Als Erstes habe ich mir so einen Traktor angeschafft», erzählt er. Das entsprechende Foto ist leider nur imaginär: Der Gründer des international ...

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Tanz August/September 2014
Rubrik: praxis, Seite 92
von Melanie Suchy

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