elvis & audrey
Noch jede Generation bringt Künstler hervor, über deren Schicksal brutal die Zeit abstimmt. Sie betreibt Auslese, siebt, sortiert, ignoriert, und trägt nur einen kleinen Rest von Künstlern in die relative Ewigkeit. Das sind sehr viel weniger, als es Künstler einer Generation gibt. Bei diesem nur scheinbar evolutionären Spiel, das auch Choreografen und Tänzer unablässig in den Hades des Vergessens schickt, spielen Kuratoren (wörtlich: Heiler) die Rolle der verzweifelten Engel, die derlei Seelen immer wieder retten wollen. Heike Albrecht ist eine solch smarte, wie vom Himmel Gesandte.
Ihr Handwerk hat sie in Leipzig gelernt, leitete in Berlin die Sophiensæle und zuletzt das Festival «Favoriten» in Dortmund. Nun zeigt sie – ausgerechnet in einem ehemaligen Krematorium im Berliner Wedding – Filmarbeiten, in denen sich Choreografinnen wie Meg Stuart und bildende Künstlerinnen wie Renate Lorenz gegenseitig stützen. Und sie zeigt in den Uferstudios, im Auftrag der Tanzfabrik, jene Vielzahl von Tanzkünstlern, deren Arbeiten schon zu Lebzeiten in Vergessenheit zu geraten drohen. Das Werk von Jochen Roller etwa, der in seinem in Australien entwickelten Projekt den «Quellcode» für die dorthin ...
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Tanz August/September 2014
Rubrik: tanz im august, Seite 40
von Arnd Wesemann
newcomer_________
ula sickle
Sie hat die Welt der Künste nicht ganz unvorbereitet betreten: Ula Sickle, die kanadische Tänzerin und Choreografin mit polnischen Wurzeln, die derzeit in Brüssel lebt. Geboren 1978, studierte sie in ihrer Heimatstadt Toronto Kunstgeschichte, hängte weitere Semester in Paris dran und absolvierte danach die volle vierjährige Ausbildung...
February 1933 was a time of trouble in Germany: Adolf Hitler carried his first address to the nation in the Reichstag, Hermann Göring assigned 55,000 SA troopers to official police missions, the first Nazi concentration camp was established, pornography and homosexuality were outlawed, and much worse was to come. Meanwhile, in Jerusalem, a "dance ball" (neshef...
In Solitudes Solo, Daniel Léveillé displays some supreme artistry in these essential and spare solo dances. The work, which has won him accolades, bears no commercial compromise and it only fleetingly touches on populist sentiment. His dancers display their toned muscularity and physical ability in five variations. None of the movements the choreographer has...
