aïcha m’barek und hafiz dhaou
Das tunesische Choreografenpaar pendelt seit Jahren zwischen Lyon und Tunis, doch mit und seit der Revolution verlegten sie ihren Schwerpunkt in die alte Heimat zurück: als künstlerische Kodirektoren programmierten sie im Mai die zehnte Edition des renommierten Festivals «Rencontres Chorégraphiques de Carthage».
Seit 2002 arbeiten die Mittdreißiger zusammen, zunächst choreografierten sie sehr persönliche Duette, ausgehend von Themen wie einem verletzten Knie und wie man damit auf der Bühne umgehen kann oder mit einem Berührungsverbot, dessen Codes eine neue Art des Berührens herbeiführten. Ab 2005
erarbeiten sie mit ihrer Kompanie Chatha auch größere Stücke, meist in Koproduktion mit französischen Tanzzentren und -festivals. Doch je mehr Aufträge es gab, desto stärker wurde ihre Sehnsucht nach den kleinen, privaten Arbeiten von früher. Und als sie der endlich nachgaben, schufen sie ihr vielleicht bestes Werk.
«Kawa, solo à deux» ist eine Hommage an den palästinensischen Nationaldichter Mahmud Darwish, der nicht nur sein Land und den Freiheitskampf besang, sondern auch, beispielsweise, die Freuden des Kaffeegenusses. Zu Beginn scheppert sich Hafiz Dhaou unter Hunderten von ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 146
von Renate Klett
Historisch war das sicher einmalig. Xander Parish, Mitglied im Corps de ballet des Royal Ballet, wird vom künstlerischen Direktor des Mariinski-Balletts, Juri Fatejew, eingeladen, ein ständiges Mitglied in St. Petersburg zu werden. Bis dahin hatte Parish nur ein paar wenig herausfordernde Rollen des Londoner Repertoires getanzt. Fatejew, 2008 Gastlehrer am Royal...
Die Stuttgarter Tanzszene ist ein starres Gefüge. Sie tut sich schwer im Schatten des Stuttgarter Balletts, der mit Eric Gauthiers Kompanie inzwischen bis ins Theaterhaus reicht. Die Nischen und Namen der freien Szene sind vertraut. So wirkte das Auftauchen von Nicki Liszta wie in einem Western, wenn ein Fremder durch die Saloontür tritt und den Colt auf den...
Er gebraucht den Raum wie eine dreidimensionale Leinwand. Ähnlich der Farbfeldmalerei der abstrakten Expressionisten experimentiert der Berliner Tänzer und Choreograf mit «Körperfarben» und Bewegungsstrukturen, mit den Spannungsfeldern in und zwischen den Körpern und ihren Reaktionen auf Klangimpulse. In der Bewegungsrecherche «Tremor», erarbeitet während seiner...
