ach, israel

Künstler, die nicht auf Regierungslinie liegen, werden mit Geldentzug bestraft. So auch der Choreograf Arkadi Zaides. Nun wächst der Widerstand gegen eine Politik, die nach Gutsherrenart regiert

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Arkadi Zaides ist in Deutschland kein Unbekannter. Mit seinem Stück «Archive» war er im Mai bei den Potsdamer Tanztagen zu Gast, derzeit reist er damit durch halb Europa. Bei Israels rechten Aktivisten und Politikern hat «Archive» bereits 2014 für mächtig Wirbel gesorgt. Aber Zaides ist nicht allein. Für Künstler generell ist die Lage in Israel alles andere als rosig.

Was Zaides betrifft, so ist «Archive» ins Visier der Politik geraten, weil sich der Choreograf darin kritisch mit der Palästinaproblematik und deren militärischen Auswüchsen auseinandersetzt.

Ausgehend von Videomaterial, unternimmt Zaides eine Inventur des Gewaltarsenals in seinem Land. Die Filmbilder sind aufgenommen mit einer Kamera, die B‘Tselem – das israelische Informationszentrum für Menschenrechte – bereitgestellt hat, genau wie die übrige technische Ausrüstung. Gedreht wurden sie von Palästinensern in den Autonomiegebieten, die Aufnahmen zeigen von Kampfhandlungen betroffene Zivilisten bei- der Seiten sowie Sicherheitskräfte. Auf der Bühne unternimmt Zaides mithilfe dieser Videoprojektionen den Versuch, aus einzelnen Szenen entnommene Bewegungen oder Körperhaltungen einzustudieren und dem eigenen Körper ...

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Tanz August-September 2015
Rubrik: ideen, Seite 64
von Ora Brafman

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