Pichet Klunchun im Interview
Pichet Klunchun,
Wie kamen Sie als Khon-Tänzer zum zeitgenössischen Tanz? Ich wollte einen Weg finden für mich selbst. Ich gehöre nicht zur Kultur des klassischen Tanzes in Thailand, da ich nicht an der nationalen Schule, sondern privat und an der Universität studiert habe. Irgendwann habe ich von dem Stipendium für Amerika gehört ... Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet, war natürlich überwältigt und habe alles, von afrikanischem Tanz bis zur Kontaktimprovisation, mitgenommen.
Gab es so etwas wie eine Schlüsselerfahrung? Die Begegnung mit William Forsythe.
Tradition, sagte er in einem Workshop, sei sehr gut als Studium für den Körper, für Linie und Position. Dann warf er sein T-Shirt in die Luft und zeigte, was alles möglich ist, wenn man den Körper fallen lässt, in ihn hineingeht und Bewegung mit allem Möglichen aus der Umgebung verknüpft. Ich war fasziniert, ohne wirklich zu verstehen. Zurück in Bangkok änderte ich meinen Tanz radikal, was die Leute sehr aufgebracht hat. Dann habe ich angefangen, die Formen zu analysieren und Bewegung von innen heraus zu entwickeln.
In der Arbeit mit Jérôme Bel «Pichet Klunchun and Myself» liegen die Welten sehr weit auseinander. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ein Ballettschicksal: Absolvent der Ballettschule der Pariser Opéra, tritt Jean Sarelli in das Corps de ballet ein und schafft es bis zum Sujet. Ende der 1960er wird er Probenleiter und betreut mit großem Kunstverständnis am Palais Garnier die Ballettreprisen von Serge Lifar («Suite en blanc», «Les Mirages») und Harald Lander («Études»). 1978 verlässt er die...
Das 20. Jahrhundert beherrschten Streit und Krieg. Die Anlässe waren oft absurd. Ist Musik das Wesentliche der Oper oder nur Zierrat? Müssen nicht vielmehr Wort und Sinn dominieren? Und der Jazz? Galt lange Zeit als Gebrauchsmusik, die nur der Untermalung oder Begleitung von Tänzern diene. Das war 1942. Der Intendant Clemens Krauss («Prima le parole – dopo la...
Shakespeare is not a matter to be taken lightly, after so many choreographers have told this dancing story in so many different ways. But Mauro Bigonzetti decided to go ahead and try out his own version for the strong dancers of Aterballetto, to contribute to their annual requirement of a full-length program.
First of all, he chose to assume that audiences are...
