Osiel Goneo

Wir haben Tanzkünstler und -künstlerinnen gefragt: «Was war produktiv? Was nehmen Sie mit? Was erwarten Sie für die nähere Zukunft?»

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Ich habe gelernt, dass es keinen Stillstand gibt. Es gibt immer etwas, das uns zur Vorwärtsbewegung anhält, und genau das habe ich in den vergangenen Monaten begriffen. Ich habe die Zeit genutzt, um mich körperlich und geistig weiterzuentwickeln und mich in die Lage zu versetzen, mit meinen Plänen voranzukommen. Es war eine schwere Zeit für alle, und natürlich auch für mich. Normalerweise reise ich viel, bin auf Galas in aller Welt unterwegs, und das war während der Pandemie nun mal nicht möglich.

Für mich war das quasi eine Arbeitsunterbrechung, doch gleichzeitig spürte ich, dass ich an diesem Punkt nicht einfach stehen bleiben konnte. Also nutzte ich die Gelegenheit: Ich analysierte, was ich in der Vergangenheit gemacht hatte und korrigierte, was bisher nicht geklappt hat, um dann nach vorne zu schauen. Für mich ist das Wesentliche, vorbereitet zu sein – jederzeit. Die Zukunft ist immer ungewiss, doch wir müssen bereit sein, egal was eintritt. In diesen Zustand versuche ich mich gerade zu versetzen. Wenig erwarten, dabei aber immer hart arbeiten, damit ich nach besten Kräften bereit bin.
Aus dem Englischen von Marc Staudacher

Erster Solist des Bayerischen Staatsballetts München

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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 39
von

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