Osiel Goneo
Ich habe gelernt, dass es keinen Stillstand gibt. Es gibt immer etwas, das uns zur Vorwärtsbewegung anhält, und genau das habe ich in den vergangenen Monaten begriffen. Ich habe die Zeit genutzt, um mich körperlich und geistig weiterzuentwickeln und mich in die Lage zu versetzen, mit meinen Plänen voranzukommen. Es war eine schwere Zeit für alle, und natürlich auch für mich. Normalerweise reise ich viel, bin auf Galas in aller Welt unterwegs, und das war während der Pandemie nun mal nicht möglich.
Für mich war das quasi eine Arbeitsunterbrechung, doch gleichzeitig spürte ich, dass ich an diesem Punkt nicht einfach stehen bleiben konnte. Also nutzte ich die Gelegenheit: Ich analysierte, was ich in der Vergangenheit gemacht hatte und korrigierte, was bisher nicht geklappt hat, um dann nach vorne zu schauen. Für mich ist das Wesentliche, vorbereitet zu sein – jederzeit. Die Zukunft ist immer ungewiss, doch wir müssen bereit sein, egal was eintritt. In diesen Zustand versuche ich mich gerade zu versetzen. Wenig erwarten, dabei aber immer hart arbeiten, damit ich nach besten Kräften bereit bin.
Aus dem Englischen von Marc Staudacher
Erster Solist des Bayerischen Staatsballetts München
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 39
von
Als der Corona-Ausnahmezustand Mitte März 2020 Deutschland erfasste und wir das Ballettzentrum Hamburg schließen mussten, war es sehr schwer, der neuen Realität ins Auge zu sehen. Plötzlich gab es nur noch Online-Trainings, zu Hause. Keine Aufführungen. Es war hart, sich nicht mehr zu berühren und gemeinsam mit Kollegen tanzen zu dürfen. Von einem Tag auf den...
Führen und folgen, das hat er schon als Junge geübt. Er lernte durch den Leistungssport, was Disziplin bedeutet. Und erfuhr am eigenen Leib, dass Stürze manchmal unvermeidlich und bisweilen äußerst schmerzhaft sein können. Der gebürtige Münchner Markus Blume, 46 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder, bewegt sich seit gut dreieinhalb Jahrzehnten auf sehr...
Zu Beginn der Corona-Krise, während des ersten Lockdowns, war es ganz schön schwierig, in Form zu bleiben. Seitens der Kompanie wurde uns eine Stange und ein Tanzboden zur Verfügung gestellt, damit wir per Zoom von zu Hause aus trainieren konnten. Ich versuchte, eine Weile so Unterricht zu nehmen, merkte aber schon bald, dass das mit meiner normalen Arbeitsweise...
