Demis Volpi

Wir haben Tanzkünstler und -künstlerinnen gefragt: «Was war produktiv? Was nehmen Sie mit? Was erwarten Sie für die nähere Zukunft?»

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Im August 2020 fing unsere erste Spielzeit als neugeformtes Ballett am Rhein an. Die Welt stand still, aber wir bewegten uns weiter. Wortwörtlich: Im Ballettsaal, im digitalen Raum und in unseren Köpfen und Herzen wurde unsere Vision für diese Compagnie weitergesponnen, vorangetrieben, vergrößert und bereichert von und mit den Menschen, die mir an den Rhein gefolgt sind, und denen, die hier auf mich gewartet haben.

Trotz Abstand sind wir als Kompanie zusammengewachsen, konnten uns kennenlernen, uns mit Choreograf*innen und ihren Ideen, Visionen und Gedanken zu unserer Zeit auseinandersetzen. Wir haben konzentriert geprobt und neue Stücke entwickelt. Nicht nur ich habe mehrere Stücke choreografiert, auch Twyla Tharp, Aszure Barton, Andrey Kaydanovskiy, Sharon Eyal und Hans van Manen bereicherten unseren Alltag mit ihrer Präsenz, ihrer Persönlichkeit und ihrem künstlerischen Können. Wir haben erste Impulse gesetzt, den Tanz weiterzudenken, und unsere Kunstform mit Menschlichkeit gefüllt. Obwohl das offensichtlichste Ziel unserer Arbeit – die Aufführung – erst mal nicht in Sicht war, oder vielleicht gerade deswegen, haben wir zweimal so hart gearbeitet.

Wir haben dieses Jahr so viel ...

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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 93
von

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