Ohne Atem
Jérôme Bel, Choreograf und Tanzdenker, entdeckte bei einem Aufenthalt in Thailand Pichet Klunchun. Jetzt präsentiert er sich mit ihm auf einschlägigen Festivals wie demnächst in Montpellier und Salzburg, um mit ihm über die Kunst zu reden, wie er es vorher mit einem niederländischen Theatermann und einem italienischen Musiker tat. Bei seiner eigenen Vorstellung spricht Klunchun nicht. Er tanzt. Nach Europa geholt hat ihn Frie Leysen zu ihrem KunstenFestivaldesArts nach Brüssel.
Was der energischen Festivalleiterin an Pichet Klunchun wohl gefallen hat, überträgt sich auf seine Zuschauer: die hochkonzentrierte Energie mit geradezu hypnotischer Wirkung. Sie ist wohl seinem Studium des Khon zu verdanken, das er seit seinem 16. Lebensjahr betreibt. Khon ist eine der beiden wichtigen klassischen Tanzformen ihn Thailand, eine dramatische Kunst, ein Maskenspiel streng kodifizierter Bewegungen, die dem Akteur höchste Körperbeherrschung abverlangt. Dass diese Bewegungen seine Choreografien weitgehend bestimmen, kann auch der Laie erkennen. Aber sie sind nur die Basis für etwas Neues, anderes.
Bei Pichet Klunchun ist es, anders als bei Künstlern aus anderen fremden Kulturen, egal, dass man ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Es kann tragisch sein oder vor Leichtigkeit blitzen. Das autobiografisch-nostalgische Herrensolo fand gleich zwei prominente Vertreter auf den Rencontres Chorégraphiques Internationales de Seine-Saint-Denis. Anita Mathieu hatte ein ironisches Händchen, als sie auf Hooman Sharifi die Enthüllungen des Nasser Martin-Gousset folgen ließ. Wiegen die Zweifel eines...
Die überwiegende Mehrzahl der freien Choreografen mit eigenen Kompanien, die ihre Werke im Rahmen von Gastspielen zeigen, erhalten keinerlei Tantiemen. Im Gegensatz zu Frankreich, wo die SACD solche Rechte en bloc wahrnimmt, müssen Tanzschöpfer in Deutschland ihre Rechte bei den Bühnen und Verwertungsgesellschaften mühsam einzeln durchdrücken, ohne sich auf die...
Jimi Hendrix is the key to Christopher Bruce‘s first work for the Royal Ballet and his first creation since retiring as Director of Rambert Dance Company. One can confidently assert that the a couple of years rest has done Bruce a lot of good, since the quality of the choreography is exceptional and it sits gratefully on the bodies of the Royal Ballet company. The...
