Homan Sharifi und Nasser Martin-Gousset in Seine-Saint-Denis
Es kann tragisch sein oder vor Leichtigkeit blitzen. Das autobiografisch-nostalgische Herrensolo fand gleich zwei prominente Vertreter auf den Rencontres Chorégraphiques Internationales de Seine-Saint-Denis. Anita Mathieu hatte ein ironisches Händchen, als sie auf Hooman Sharifi die Enthüllungen des Nasser Martin-Gousset folgen ließ. Wiegen die Zweifel eines korpulenten Emigranten schwerer als die Erinnerungen eines drahtigen Pop-Fans?
Sharifi, der in Norwegen lebende Iraner, verweist auf die Verantwortung des Kollektivs: «We Failed To Hold This Reality In Mind».
Martin-Gousset sublimiert in «pop LIFE» seine ästhetische Jugendsünde. Musiken aller Horizonte schnitt er auf Kassetten zusammen und erkannte: «Die Übergänge sind alles!» Sharifi, Doppelzentner im Exil, hasst Übergänge und dringt vor bis ins Intimste, verausgabt sich wie ein aufgezogener Schattenboxer, um dann lange zu verpusten, wobei ihn die ganze Abwesenheit seiner Heimat zu lähmen scheint. Ob in Theater, Video-Art oder Tanz, es gibt eine iranische Avantgarde, die der westlichen hinterherhechelt, als säße ihr der Zerberus im Nacken. Dabei geraten sie manchmal sogar auf eine Überholspur, die bis an den Abgrund führt.
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«Sie sind Araberin? Dann machen Sie also arabischen Tanz?» Das hört Nawal Skandrani oft. Die Tunesierin hat eine schwedische Mutter, ist großbürgerlicher Herkunft, lebt unverheiratet mit einem Christen und ist erklärte Atheistin. Anstatt in Europa zu leben, entschied sie sich für ihre tunesische Hälfte. Vier Jahre lang leitete sie das Nationalballett in Tunis, NBT....
Slowly rotating, reflecting the auditorium and yet remaining almost invisible, the huge disc immediately captures our attention. Sethzman is using the disc, placed at the left-hand side of the stage, to manipulate the dimensions of the stage. Andersson’s clear cut and precise movement language increases the stature of the dancers, making their movements as striking...
Es ist wieder soweit. «Ungefähr alle dreiunddreißig Jahre» geschieht es, «dass ein vollkommen fremder Mensch, bartlos, von gelber Gesichtsfarbe und mongolischem Typus, aus der Richtung der Altschulgasse her, in altmodische, verschossene Kleider gehüllt, gleichmäßigen und eigentümlich stolpernden Ganges, so, als wolle er jeden Augenblick vornüber fallen, durch die...
