menschen
santasangre...
...ist Vertreter einer kleinen experimentellen Tanzszene in Italien, als wäre es selbst-verständlich, dass überhaupt eine existiert. Das Kollektiv fand sich in der nicht minder kleinen Performanceszene zusammen und erschließt sich von dort aus nun ein choreografisches Umfeld, indem der Körper des Performers unablässliche Beziehungen eingeht mit Raum, Licht, Video und der selten genutzten Holografie. Was sie damit treiben, nennen sie «Studi per un teatro apocalittico», Studie für ein apokalyptisches Theater.
Sprache wird zu einem rein akustischen Element, der Tänzer erscheint durch die holografischen Illusionen als sein kaltes, unberührbares Alter Ego. Im soeben vollendeten dritten Teil ihrer apokalyptischen Trilogie, «Seigradi», ist die Sprache ganz verschwunden. Alles konzentriert sich auf den Körper. Die Bewegungen der Tänzer ähneln denen natürlicher Organismen, wie Pflanzen, die von Wind und Regen bewegt werden. Während sich zu schneidenden Tönen die Linie des Körpers verbiegt, bleiben die Füße stets fest mit dem Boden verwurzelt. Gesichtslose tanzen da, ihre Haut ist bedeckt nur von einer dünnen Lehmschicht, auf die Videos und Hologramme projiziert werden. ...
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Tanz Januar 2012
Rubrik: persönlich, Seite 30
von Sergio Lo Gatto,Hartmut Regitz,Melanie Suchy,Tom Schilling,Dorion Weickmann
finale: tremplin jeunes ballets
Er fand jedes Jahr in Monaco statt und sollte unter Jean-Christophe Maillot zu einem Thinktank für die Nachwuchsförderung ausgebaut werden. Nun signalisiert das Fürstentum das vorläufige Aus: Der geplante «Tremplin Jeunes Ballets» wird aus Geldmangel nicht vom 5. bis zum 11. März stattfinden. Der Veranstaltung ging der hervorragende...
Der Hut macht den Unterschied. Dieser Hut. Aber zuerst zieht sich Raphaëlle Delaunay in ihrem Stück «Eikon» die Trainingsjacke mit den drei Streifen über das weiße kreolische Spitzenkleid. Damit zelebriert sie noch keinen Michael Jackson. Aber sobald die ehemalige Solistin des Pariser Opernballetts diesen schwarzen Hut aufsetzt, den rechten Ellenbogen nach vorn...
«Wir kennen uns schon seit über hundert Jahren. Das stimmt doch?», wendet sich Elaine Summers, 86, an ihre wesentlich jüngere Freundin Pauline Oliveros, 78. Hinter Elaine Summers’ Haus existiert noch das Studio, in dem sich Merce Cunningham und John Cage ihren ersten Kuss gaben. Überall stehen frisch verpackte Erinnerungen herum und warten auf ihren Abtransport ins...
