Zwischentöne

Haas: Morgen und Abend
Heidelberg | Theater

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Wieder am 10. April 2017

Die Nachtseiten des Daseins, Melancholie, Schmerz und Tod sind die Themen, um die die Musik des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas kreist – nicht zuletzt die in Zusammenarbeit mit seinem Landsmann Händl Klaus zwischen 2011 und 2016 für die Schwetzinger Festspiele entstandene Opern-Trilogie «Bluthaus», «Thomas» und «Koma». Auch das im November 2015 an der Londoner Covent Garden Opera uraufgeführte Musiktheater «Morgen und Abend» (siehe OW 1/2016) macht davon keine Ausnahme.

Prominenter literarischer Gewährsmann war dabei der norwegische Romancier und Dramatiker Jon Fosse, der seine gleichnamige Erzählung über den Morgen des Lebens und den Abend des Todes selbst zum Libretto eingerichtet hat.

Es ist die schlichte, in kargen Worten erzählte, fast handlungslose Geschichte des einfachen Fischers Johannes. Im ersten, kürzeren Teil verfolgen wir aus der Perspektive des wartenden Vaters Olai seine vom harten, martialischen Einsatz des Schlagwerks angekündigte Geburt; im zweiten, längeren Teil des 90-minütigen Stücks begleiten wir sein Sterben, als er sich plötzlich von einer ganz seltsamen Leichtigkeit ergriffen fühlt und seiner toten Frau Erna und seinem toten Freund Peter ...

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Opernwelt April 2017
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Uwe Schweikert

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