Zu Fels erstarrt

Fortner: Bluthochzeit an der Oper Frankfurt

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Aus diesen Mauern gibt es kein Entkommen. In Àlex Ollés Inszenierung von Wolfgang Fortners «Bluthochzeit» blickt man in ein steinernes Verlies. Die hohen Wände reichen fast bis an den Schnürboden heran. Unten sitzen Mutter und Sohn an einer langen Tafel. Genügend Platz für eine große Familie, doch die beiden leben allein wie in einer Gruft.

Die Oper beruht auf dem gleichnamigen Drama von Federico García Lorca. Erzählt wird von einer jahrhundertealten Fehde zweier Familien in der spanischen Provinz. Die dort praktizierte Blutrache hat schon viele Opfer gefordert.

Nun steht eine Hochzeit bevor. Doch die Mutter des Bräutigams fürchtet um das Leben ihres Sohnes, da die Braut früher mit einem Mitglied der verfeindeten Familie verlobt war. Mitten in der Hochzeitsfeier wird die Braut entführt. Es kommt zum Duell: Beide Männer sterben. Fortners 1957 in Köln uraufgeführte Oper zählt mit 22 Neuproduktionen zu den erfolgreichsten deutschen Musiktheaterwerken der Nachkriegszeit. Nach dem Tod des Komponisten im Jahr 1987 fand man sie allerdings eher selten auf dem Spielplan. An der Oper Frankfurt erlebt das Werk nun seine Frankfurter Erstaufführung – die zweite Fortner-Produktion des ...

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Opernwelt Juli 2026
Rubrik: Panorama, Seite 68
von Silvia Adler

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