Wo man singt, da lass dich nieder
Die Edition Günter Hänssler hat mit ihrer Sammlung historischer Aufnahmen der Staatskapelle Dresden, in der die Oper eine wichtige Nebenrolle spielt, neue Standards gesetzt und nun mit der 16. und 19. Folge wahrhafte Schatzgräberarbeit geleistet: Die komplette «Katja Kabanova» von 1949 und der Querschnitt von Dvoráks «Der Jakobiner» sind zuvor noch nie veröffentlicht worden.
Im Falle der Janácek-Oper galten die Bänder lange als verschollen.
Die Produktion des Mitteldeutschen Rundfunks, nur einen Tag nach der Bühnen-Premiere an der Staatsoper Dresden unter Studiobedingungen im Steinsaal des dortigen Hygiene-Museums aufgenommen, wurde bald darauf vom Sender gelöscht. Eine Kopie tauchte neun Jahre später im Ostberliner Funkhaus in der Nalepastraße auf, doch an eine Sendung dachte damals niemand, da einige der beteiligten Künstler für die DDR nicht mehr existierten.
Die von Hänssler liebevoll und sachkundig edierte CD-Ausgabe hat weit mehr als nur Sammlerwert, denn die Aufnahme verbindet lebendige Bühnenatmosphäre mit sauberem Studioklang und wirkt trotz der deutschen Sprache authentisch. In den damaligen Funkzeitungen war der GMD Joseph Keilberth als Dirigent angekündigt, am Pult ...
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