Magisches Märchenmysterium

Mannheim, Strauss: Die Frau ohne Schatten

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Seit der Wiener Uraufführung 1919 ist «Die Frau ohne Schatten» ein Schmerzenskind des Musiktheaters. Von seinen beiden Autoren maßlos selbstvermessen als «gemeinsames Hauptwerk» geplant, musste das Stück fast zwangsläufig an seiner eigenen Hypertrophie, dem ­literarisch überfrachteten Libretto von Hofmannsthal und der sinfonisch-illustrativen Musik von Strauss, scheitern. Und doch scheint es uns mehr denn je sagen zu wollen, anders ist das gegenwärtig auffällige Interesse an dieser letzten romantischen Oper nicht zu erklären.


Regisseur Gregor Horres und seine Ausstatterin Sandra Meurer haben für ihre Mannheimer Inszenierung einen Schlüssel gefunden, der die kopflastige Symbolik der synkretistischen Märchen- und Zauber­oper ganz der Imaginationskraft der Musik überlässt und das Spiel so einfach wie möglich präsentiert, ohne die verschlungenen Geschicke der beiden ungleichen Paare darum im Mindesten ins Banale abrutschen zu lassen. Sandra Meurers visuell klar strukturierte Szene, eine vom Himmelsrahmen überwölbte quadratische Spielfläche mit einigen wenigen Versatzstücken – Bett, Türsturz, Tisch, Stehpult –, siedelt das Stück in der Entstehungszeit an, auf die auch die Kostüme ...

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Opernwelt Mai 2007
Rubrik: Panorama, Seite 56
von Uwe Schweikert

Vergriffen
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