Wenn der kleine Muck mit Debussy auf Reisen geht
Ohne ihre Tochter und ihre zwei Söhne wäre Ute Kleeberg wohl nie auf die Idee gekommen, Hörbücher für Kinder zu produzieren. Zwar bemüht sich ihr Mann, der Klarinettist Uwe Stoffel, schon seit mehr als zwanzig Jahren mit speziellen Konzerten um das «junge Gemüse» – doch das Wagnis, für den Nachwuchs Geschichten und Märchen mit Kammermusik aus allen Epochen zu kombinieren und auf CD einzuspielen, ging die freischaffende Autorin erst 1995 ein.
Manchmal schreibt Ute Kleeberg die Texte selbst – etwa die Mär vom kleinen Igel, der lieber heimlich im Teich baden geht als zu schlafen. «Und der Igel schwimmt doch!» – schon diese frühe Produktion erhielt, wie viele spätere, zahlreiche Empfehlungen und Preise. Denn Sprache und Musik, Figuren und Instrumentalfarben, Stimmung und Stücke sind so genau aufeinander abgestimmt, dass vor dem inneren Auge ein zum Greifen naher, von der Fantasie der Hörerinnen und Hörer befeuerter Film abzulaufen scheint.
Was die mittlerweile zwanzig Veröffentlichungen der Edition See-Igel von anderen «Klassik für Kinder»-Produkten unterscheidet, ist nicht nur die findige, unorthodoxe Sorgfalt bei der Auswahl der Besetzung und Musik, sondern auch das Prinzip, ...
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