Weber: Der Freischütz

Berlin

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Ein Krisensymptom. Das ist die einzige Bedeutung dieser Aufführung. Nach seiner Total-Havarie mit «Arabella» hält sich Alexander von Pfeil, der Chefregisseur der Deutschen Oper, diesmal interpretatorisch zurück. Ergebnis: Nicht nur er selbst, sondern auch Chor, Dirigent und sein Ausstattungsteam werden durch Buhstürme von der Bühne gefegt. Respekt gegenüber dem angeschlage­nen Haus verbietet fast, das an die gro­ße Glocke zu hängen.
Nach gänzlich verwackeltem Jägerchor (3. Akt) musste die Vorstellung zeitweilig angehalten werden.

Pfeil hat das Stück nicht inszeniert, sondern nur umgetopft. Wo bei Weber der Böhmerwald grünt, hat Bernd Damovsky ein hässliches Vereinsheim gebaut, in dem unter trübem dutzend Disco-Kugeln und Kronleuchtern alles marthalernd zum Stillstand kommt. (Dass Damovsky zugleich Ehemann der Intendantin ist, verrät das Maß der Berliner Vetternwirtschaft.) Im piefigen Freizeit-Sammelsu­rium wird das Stück installiert. Hart an der Rampe findet keine Personenregie statt. Eine Null-Nummer.
Ein Skandal auch, dass Michaela Kaune, eine vorzügliche Agathe, nicht von Beginn an besetzt war – obwohl sie sogar zum Ensemble zählt. (Stattdessen durfte Kirsten Harms’ Kieler ...

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Opernwelt Mai 2007
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 60
von Kai Luehrs-Kaiser

Vergriffen
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