«Was das für eine Seligkeit ist...»

Wiederentdeckte Lieder von Mendelssohn mit Ruth Ziesak und Carsten Süss und ein Schumann-Album mit Miah Persson

Felix Mendelssohn Bartholdy war Schüler des Liedmeisters Carl Friedrich Zelter und als solcher natürlich der Kunst des konzentriertesten Ausdrucks zugetan. Doch anders als etwa sein Zeitgenosse Robert Schumann scheint er die Entwicklung des romantischen Lieds kaum vorangetrieben zu haben. Bis vor Kurzem kannte man 79 Sololieder und 18 Duette: «geschliffene Schmuckstücke», wie Werner Oehlmann sie nannte, nichtsdestoweniger «voller Herzenswärme und reinem lyrischem Gefühl».

Anlässlich des Mendelssohn-Jahres 2009 und der Herausgabe der dreibändigen Leipziger Urtext-Edition wurden nun 44 Lieder des jungen Mendelssohn wiederentdeckt. Komponiert auf Texte von Heine, Fallersleben, Matthison, Tieck sowie von manchen Freunden und Bekannten, waren sie auch dem Freundeskreis gewidmet – die meisten davon freilich dem Lehrer Zelter – und eigentlich nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Sie sind von unterschiedlicher Faktur, vom dreiteiligen Strophenlied, das der Komponist vor allem pflegte, bis zur stark variierten bzw. durchkomponierten Form mit dem Klavier als gleichberechtigtem Partner. Das Booklet verweist besonders auf eine 1830 komponierte Gruppe von vier Liedern, die der 21-Jährige wohl ...

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Opernwelt Januar 2012
Rubrik: Medien | CDs, DVDs, Seite 26
von Gerhard Persché

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Infos

Jean Cox debütierte 1951 an der New England Opera Boston als Lenski im «Eugen Onegin», sang 1954 beim Festival von Spoleto den Rodolfo in «La Bohème» und war 1954 und 1955 als lyrischer Tenor am Theater von Kiel engagiert. Dort, sowie in den Folgejahren bis 1959 in Braunschweig, erarbeitete er sich viele Partien, u. a. Xerxes, Cavaradossi, Lohengrin und Otello. Von...