Von Mozart über Martinu bis Muhly

Mit Raritäten, Erst- und Uraufführungen hat sich die Gotham Chamber Opera in New York zu einer festen Größe entwickelt

Opernwelt - Logo

Vor zehn Jahren hat er sie gegründet. Und innerhalb dieses Zeitraums zu einer der ersten Adressen des New Yorker Opernlebens gemacht. Dass die Gotham Chamber Opera heute als eine grundsolide, aber auch «schicke» Schaufenster-Company wahrgenommen wird, verdankt sie vor allem ihrem «Vater» und Künstlerischen Leiter Neal Goren. Der verfügt über ausgezeichnete Kontakte zu den Machern und Entscheidungsträgern der Stadt. Und hat es so geschafft, ganz unterschiedliche Publikumsschichten für das ehrgeizige, oft innovative Programm zu begeistern.

Eine oder zwei größere Produktionen kann der studierte Pianist und Dirigent jedes Jahr präsentieren. Und weil er bei der Auswahl der Künstler eine gute Nase hat, werden die Aufführungen von der Kritik meist hoch gelobt. Der Schwerpunkt des vom Barock bis zu Zeitgenössischem gespannten Repertoires liegt auf Raritäten, etwa auf Werken aus opernhistorisch peripheren Ländern (unter anderem Stücke des Böhmen Bohuslav Martinu, des Argentiniers Astor Piazzolla und des Schweizers Heinrich Sutermeister). Während die Zukunft der New York City Opera in den Sternen steht, ist die Gotham Chamber Opera mittlerweile eine feste Größe, wenn es um ein intelligentes ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Januar 2012
Rubrik: Magazin, Seite 68
von David Shengold

Weitere Beiträge
Impressum

Impressum
53. Jahrgang Nr. 1

Opernwelt wird herausgegeben
vom Friedrich Berlin Verlag
ISSN 0030-3690 
Best.-Nr. 752239 

Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61 | 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 0
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
www.opernwelt.de

Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 06.12. 2011.

Redaktion:
Stephan Mösch
Albrecht...

Das Werk belehrt seinen Schöpfer

Auf den ersten Blick ist Richard Strauss’ «Liebe der Danae» (1938-40) nicht zu retten: ein überladenes Kompilat verbrauchter musikalisch-dramatischer Formeln, in dem der greise Komponist sein eigenes Œuvre von «Salome» bis «Arabella» plagiiert – sentimental in der Überzuckerung seines eigenen Weltabschieds als Gott Jupiter und obendrein belastet durch ein...

Historisch, opulent, geradeaus

Gerade noch hatte Deborah Warner für ihre radikal-moderne Lesart von Richard Brinsley Sheridans 1777 uraufgeführter Sittenkomödie «The School for Scandal» («Die Lästerschule») von der Londoner Kritik Prügel bezogen. Auch als Opernregisseurin hat Warner sich einen Ruf als zeitgenössische Deuterin bekannter Stücke erworben – mit ihrem «Don Giovanni» und «Fidelio» in...