Volltreffer

Strauss: Salome am Theater Hagen

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Das Theater Hagen überrascht immer wieder mit seinem Mut zu großen Brocken, die sowohl den bescheidenen Dimensionen des Hauses als auch seiner chronischen Unterfinanzierung trotzen. In allerbester Erinnerung ist etwa Jochen Biganzolis fulminante Inszenierung von Wagners «Tristan» zu Beginn der Ära des Intendanten Francis Hüsers.

Seit Beginn dieser Spielzeit bekleidet Søren Schuhmacher das Amt und wird dort ab August zusätzlich die Geschäftsführung übernehmen, um eine «zukunftsorientierte und effiziente Führungsstruktur» zu sichern (natürlich soll auch mit dieser Maßnahme gespart werden). Schuhmacher setzt unverdrossen die Tradition der Herausforderungen fort und hat zum Ende seiner ersten Saison Strauss’ «Salome» aufs Programm gesetzt. Und erneut wird der Mut belohnt – mit einer ebenso mitreißenden wie beklemmend intensiven Produktion. Bühnen- und Kostümbildnerin Bettina John hat ein Flugzeugwrack in ein dystopisches, schwarz grundiertes Niemandsland gewuchtet, durch das beständig Pyronebel wabern. Noch vor dem ersten Takt lässt Regisseurin Noa Naamat scharfe Böen aufheulen – ein Hinweis auf jenen Wind, von dem später Herodes immer wieder singen wird. In und um das Wrack herum ...

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Opernwelt Juli 2026
Rubrik: Panorama, Seite 65
von Regine Müller

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