Violetta im Park
Als es ans Sterben geht, wird es feucht. Nicht nur in den Augen mancher Zuhörer, sondern auch am Himmel. Doch der Wettergott hat ein Einsehen, es tröpfelt nur ein wenig. Keiner der 2000 zahlenden Besucher und der 20 000 erwünschten Zaungäste muss weichen, ehe Violetta Valery ihr Leben ausgehaucht hat. Niemand möchte missen, was Marina Rebeka zu singen hat. Kurzfristig für Anita Hartig eingesprungen, war sie alles andere als zweite Wahl: warmherzig, wohltönend, betörend – ein bisschen wie die junge Anna Netrebko, aber mit mehr Umdrehungen.
Francesco Demuro als höhensicher schwärmender Alfredo und Grandseigneur Thomas Hampson als gestrenger Vater Germont ergänzen in dieser «Traviata»-Aufführung das Star-Trio, hinter dem sich das Restensemble, der Chor und die NDR Radiophilharmonie nicht verstecken müssen. Der Sound ist bemerkenswert gut, und wer nicht einen der (nicht ganz billigen) Plätze auf der Rücktreppe des bürgerprotzigen Neuen Rathauses erstehen wollte, konnte alles gratis auf einer großen Leinwand auf der Wiese daneben erleben.
Zu sehen gibt es eine halbszenische Aufführung (Michael Valentin), die mit wenigen Requisiten (Sofa, Spieltisch, Totenbett, zwei Kronleuchter) die ...
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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Magazin, Seite 96
von Rainer Wagner
«Die Sitze sind eng, hölzern hart und bemerkenswert unbequem», urteilte der Reiseschriftsteller Horst Krüger 1987 über den «Arbeitsplatz» der Zuschauer im Bayreuther Festspielhaus. Es muss also schon etwas mit den Inhalten zu tun haben, wenn das Publikum nach einer rund sechsstündigen Aufführung emphatisch einen Künstler bejubelt. Und natürlich dessen Leistung. So...
ARD-ALPHA
4.9. – 20.15 Uhr (1)
18.9. – 20.15 Uhr (2)
ARD-Musikwettbewerb.
1. 2010; 2. 2012. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
11.9. – 11.00 Uhr
Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs
blicken zurück. Mit Robert Holl und Olena Tokar.
25.9. – 11.00 Uhr
Mariss Jansons dirigiert
Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung.
30.9. – 19.30 Uhr
KlickKlack.
Musikmagazin.
arte
4....
Die Natur hat die junge Russin Margarita Gritskova mit einer Riesenstimme ausgestattet: einem Mezzosopran, fulminant in der Höhe, wie eine dunkle Glocke in der Tiefe und äußerst agil in den Auszierungen. Inzwischen singt sie in vorderster Reihe an der Wiener Staatsoper. Sie ist ein leuchtendes Beispiel für die Förderung junger Begabungen, wie sie Intendant Jochen...
