Vincenzo Benzini

Bellini: Norma
BRÜSSEL | LA MONNAIE

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«VB 1831 N», so lautet das Kennzeichen eines der vielen Autos, die uns Regisseur Christophe Coppens bei seiner Brüsseler Inszenierung von Vincenzo Bellinis «Norma» auf der Bühne präsentiert: die Initialen des Komponisten, das Entstehungsjahr der Oper und das ergänzende Norma-«N». Einer von mehreren lauen Gags. Dass es sich um ein Meisterwerk handelt: Das wird an diesem späten Nachmittag nicht deutlich. Man zweifelt. An sich, an der Musik, an allem. Auch an den Musikerinnen und Musikern, die einem ebenfalls leider wenig Freude bereiten.

Norma(l) ist das nicht!

Eigentlich ist Norma ja eine Druidin, der innerhalb ihres gallischen – mit den Römern verfeindeten – Volkes bestimmte Aufgaben, Verantwortlichkeiten obliegen. Diese Erwartungen enttäuscht sie, denn Norma hat (zunächst heimlich) zwei Kinder mit dem Römer Pollione und soll doch eigentlich «unberührt» bleiben. Pollione wendet sich Adalgisa zu, diese vertraut sich jedoch Norma an – und beide Frauen verbünden sich. Die charismatische Druidin erträgt die Gesamtsituation nicht mehr, bringt es bekanntlich aber auch nicht über ihr Herz, ihre Kinder zu töten. Der Rest der Handlung ist im Grunde in unseren Köpfen gespeichert. In Brüssel ...

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Opernwelt Februar 2022
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Arno Lücker

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