Verwünscht und unverhofft

Offenbach: Les Contes d'Hoffmann in Zürich

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Au diable! Hoffmanns Verwünschung am Schluss hätte sich sehr wohl auch auf die neue Produktion seiner Opéra fantastique am Opernhaus Zürich beziehen können. Denn auch die Berufung auf die von Michael Kaye und Christophe Keck erstellte Fassung aus dem Jahr 2005 bewahrte sie nicht vor der zweimaligen Intervention des Teufels.

Der ließ zunächst einen Tag vor Probenbeginn den designierten Regisseur Thomas Langhoff ernsthaft erkranken, so dass Grischa Asagaroff für ihn einspringen und das von Bernhard Kleber konzipierte Bühnendekor nebst den von Florence von Gerkan entworfenen Kostümen animieren musste. Dann sorgte er auch noch dafür, dass Elena Mosuc, die das Quartett der vier Frauenfiguren in Personalunion verkörpern sollte, auf ärztlichen Rat absagen und sich von drei Vertreterinnen doubeln lassen musste. Bis zur sechsten Vorstellung hatten sich ihre eiligst angeheuerten Delegierten immerhin so weit eingesungen und -gespielt, dass die 220 Minuten währenden tableaux vivants einigermaßen glimpflich über die Bühne gingen - vom Zürcher Tonhallen-Chef David Zinman, erstmalig am Opernhaus zu Gast, umsichtig und mit ausgeprägtem Fingerspitzengefühl für die französische Idiomatik dieser ...

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Opernwelt Mai 2010
Rubrik: Kritik, Seite 100
von Horst Koegler

Vergriffen
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