Verdi an der Met
Armer Shakespeare! Wie haben sie ihn misshandelt!», nörgelte Giuseppe Verdi, nachdem er die Partitur zu Ambroise Thomas’ «Hamlet» durchgesehen hatte. Freilich meinte er damit vor allem das Libretto. Er hatte eigentlich ja selbst vor, einen «Hamlet» zu komponieren. Oder «Romeo und Julia». Oder den «Sturm». Oder aber, und vor allem, sein Lieblingsschauspiel «Lear». Denn Verdi vergötterte Shakespeare. Wovon auch die drei Charaktere, die er sich schließlich beim Barden entlieh – Macbeth, Otello und Falstaff – künden.
Zwei davon, «Macbeth» und «Falstaff», liegen nun als Dokumente von Aufführungen an der MET auf DVD vor.
«Macbeth» kam 2007 heraus, in einer leicht ironischen Inszenierung von Adrian Noble (mit den Hexen wie aus der ITV-Serie «Coronation Street»), und mit Zeljko Lucic und Maria Guleghina. Lucic blieb, doch als Lady Macbeth kam Guleghinas Landsfrau Anna Netrebko. Dass sie die Lady geben würde, war die Sensation dieser Wiederaufnahme vor einem Jahr. Anna kam, sang und siegte, wurde von Publikum und Presse mit Begeisterung überschüttet. In der Tat ist es höchst eindrucksvoll, was sie in dieser Partie – meist Stimmen mit mehr dramatischem Volumen überlassen – abliefert. ...
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Opernwelt Januar 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 31
von Gerhard Persché
La Scala
Am 7. Dezember, dem Namenstag des Stadtpatrons Sant’Ambrogio, eröffnet die Mailänder Scala traditionsgemäß ihre neue Saison. Diesmal wird mit der französischen Nationalheiligen gefeiert –«Giovanna d’Arco», im Klanggewand Verdis. Riccardo Chailly, der neue Musikdirektor, dirigiert.
Franz welser-Möst
Er musste manchen Rückschlag einstecken, kann aber auch...
Impressum
57. Jahrgang, Nr 1
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
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Best.-Nr. 752285
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 07.12.2015
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S. d....
Schon in den ersten Tönen der Eingangsarie aus dem Oratorium «La resurrezione» entzünden die Mitglieder des Ensembles Il Giardino Armonico unter der Leitung von Giovanni Antonini ein Feuer. Und in keiner Nummer dieses Albums, das sich Werken des jungen Händels widmet, lässt die Hitze nach. Julia Lezhneva lässt sich von der Glut des Orchesters erfassen, facht sie...
