Verblasster Stern

Ein Buch erinnert an Leben und Werk des Komponisten, Dramaturgen und Intendanten Udo Zimmermann

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Schöner Satz: «Mit dem Abschied beginnt die Erinnerung.» Gesagt hat ihn Salvador Dalì, der verrückte spanische Surrealist, aber auch für Saskia Zimmermann besitzt er eine enorme Bedeutung. Gleich nach dem Tod ihres Mannes, des Komponisten Udo Zimmermann, nahm sie sich vor, mit einem Buch an sein Leben und Werk zu erinnern.

Also stöberte sie in Archiven, sammelte private wie offizielle Dokumente, sprach mit Weggefährten und packte all das zusammen in einen Band, der nun bei Breitkopf & Härtel erschienen ist – unter einem Titel, der das Wesen Zimmermanns gut trifft: «Ich bin ein Theatermensch.»

Natürlich reicht das als Beschreibung nicht aus, wenn man weiß, wie viele «Berufe» dieser sperrige Künstler im Verlauf seines Lebens ausübte. Zuallererst aber ist Zimmermann als Komponist in Erinnerung geblieben. Blättert man durch die Spielpläne deutschsprachiger Opernhäuser, fällt vor allem auf, dass es im Grunde nur einer aus der Riege der ehemaligen DDR-Komponisten geschafft hat, die Zeiten zu «überleben» – Udo Zimmermann. Grund dafür ist vor allem jenes Werk, mit dem er 1967 an die Öffentlichkeit trat: «Die Weiße Rose. Ein Stück für Musiktheater» (auf ein Libretto seines Bruders Ingo) ...

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Opernwelt August 2024
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Jürgen Otten

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