Unterbelichtet

Ein Berner Symposion auf den Spuren von Erich Wolfgang Korngold

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Wunderkind der Moderne oder letzter Romantiker? – so lautet die Frage, die das internationale Symposion zum fünfzigs­ten Todestag von Erich Wolfgang Korngold in Bern gestellt hat. Unter der Leitung von Arne Stollberg präsentierten vom 13. bis 16. September über zwanzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Räumen der Berner Hochschule der Künste eine gewaltige Stoffmenge zu zeitgeschichtlichen Themen und biografischen Fragen, vor allem aber zu werkimmanenten und gattungsgeschichtlichen Perspektiven bei diesem frühbegabten Komponisten.

Deutlich wurde im Verlauf der Tagung, die sich nota bene durch hohes Niveau auszeichnete, wie sehr das oft eindimensional beleuchtete Bild der Zwischen­kriegsmoderne der Korrektur bedarf, wie einseitig gerade die Operngeschichte jener Zeit unter dem Aspekt des sogenannten avantgardistischen Aufbruchs rezipiert wird.
Im Eröffnungsreferat führte Theo Hirsbrunner (Bern) in das «Treibhaus» Wien des frühen 20. Jahrhunderts, das er als eigenwillige Mischung aus großer Magie, Reflexion und Ausgelassenheit charakterisierte. Brendan G. Carroll (Liverpool) dokumentierte am Beispiel der ers­ten Klaviersonate das stupende kompositorische Handwerk des ...

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Opernwelt November 2007
Rubrik: Magazin, Seite 34
von Hanspeter Renggli

Vergriffen
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