TV, Streams 1/2023
arte
01.01. – 17.55 Uhr Live aus dem Teatro La Fenice
Seit bald 20 Jahren heißt das Gran Teatro La Fenice in Venedig das neue Jahr mit einem bunten Strauß von Opernarien willkommen. Giuseppe Verdi hat alljährlich einen Ehrenplatz im Programm. Traditionell serviert das Orchester des Hauses den Gefangenenchor aus «Nabucco» und das «Brindisi» als Bouquet final. In diesem Jahr gibt wieder Daniel Harding den Ton an. Die Solo-Parts übernehmen die italienische Sopranistin Federica Lombardi und der britisch-italienische Tenor Freddie De Tommaso.
02.01.
– 00.40 Uhr Hoffmanns Erzählungen
2019 feierte das Brüsseler Opernhaus La Monnaie Jacques Offenbachs 200. Geburtstag mit einer Neuproduktion seines Meisterwerks «Hoffmanns Erzählungen» (OW 02/20). Unter der Regie von Krzysztof Warlikowski und der musikalischen Leitung von Alain Altinoglu, Chefdirigent der Brüsseler Oper, interpretiert diese Inszenierung Offenbachs fantastische Oper anhand vielfältiger Anspielungen auf Hollywood, insbesondere auf den Film «A Star Is Born».
08.01. – 23.25 Uhr Summertime
Komplex und leicht, modern und klassizistisch, Schatten und Licht, Gnade und Ungnade: so ist das Programm des Summertime-Konzertes. Von ...
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Opernwelt Januar 2023
Rubrik: Service, Seite 60
von
Ja selbst die Dümmsten, ja, die wirklich Doofen,
Die wissen: Hier, der Dings aus Bonn, der Typ
Der taub war und der deshalb ganz schön trüb
Gelaunt war und viel Zeit vor’m Zimmerofen
Verbrachte und den Rest der Zeit die Strophen
Der neunten Symphonie nach Schiller schrieb
Und dabei immer nur Zuhause blieb,
Ganz heiß gar auf stets neue Katastrophen!
Wie hieß der...
Der Orchestergraben ist geschlossen, die vordersten Reihen im Parkett sind herausgenommen, die Musikerinnen und Musiker gehen in einer langen Reihe durch den Zuschauerraum zu ihren Plätzen. Sie sind es, die an diesem Abend die Hauptrolle spielen und – im Zusammenwirken mit der suggestiven Inszenierung von Evgenia Safonova, die in Perm als Musiktheaterregisseurin...
Der Oper wird gern vorgeworfen, sie sei unheilbar gestrig: zu «weiß», zu hierarchisch, nicht divers genug. Auf den zunehmenden Legitimationsdruck reagieren die meisten Häuser eher zaghaft und lagern ihre (Alibi-)Bemühungen bevorzugt in Begleitveranstaltungen aus. Die Amsterdamer Nationaloper geht die Sache offensiv an: Bereits vor einem Jahr kam mit «Anansi» eine...
