Tragödie der Wahrheitssuche
Nach zweijähriger Schließzeit strahlt das von Grund auf sanierte Bielefelder Stadttheater in neuem Glanz. Die üppige Jugendstilfassade und der Eingangsbereich des einhundertzwei Jahre alten Hauses wurden denkmalgerecht instand gesetzt; die Pausenräume, Garderoben und Treppenaufgänge sind zeitgemäß geliftet. Nicht wiederzuerkennen ist der Zuschauerraum, der komplett entkernt und neu gestaltet wurde – eine Sinfonie in Rot und Schwarz, die die Bedürfnisse der Besucher bei der Bestuhlung ebenso berücksichtigt wie die Anforderungen an die Akustik.
Auch die Gestaltung der schalldurchlässigen Gitterdecke trägt dem Klang Rechnung: Hinter ihrer weit geschwungenen feinmaschigen Eleganz verbirgt sich neben Beleuchtungsbrücken auch ein bewegliches Akustiksegel für unterschiedliche Erfordernisse im Musik- wie Sprechtheater.
Die Bühne wurde vergrößert, technisch auf den neuesten Stand gebracht und um eine Montagehalle für den Kulissenaufbau im Anschluss an die Hinterbühne erweitert. So dürfen alle zufrieden sein: die Zuschauer mit der ungestörten Sicht und fabelhaften Akustik, die Theatermacher mit den verbesserten Arbeitsbedingungen, nicht zuletzt der Stadtkämmerer angesichts der Kosten, die ...
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