Stille Größen
Zum Tod von Róbert Ilosfalvy
Unter den Tenören seiner Generation tat sich der Ungar Róbert Ilosfalvy durch sein emotionales Engagement und die Wärme seines Tons besonders hervor, was ihn vor allem zum Protagonisten in Puccinis Opern prädestinierte. Nach seinem Debüt als Hunyadi László in Ferenc Erkels gleichnamiger Oper (1954) stieg er rasch zu einem der ersten Sänger der Budapester Nationaloper auf, brillierte in Partien von Mozart bis Wagner, wobei der Schwerpunkt auf der italienischen Oper, vor allem bei Verdi und Puccini, lag.
In den sechziger Jahren begann dann eine internationale Karriere, die ihn zunächst nach Italien, Russland und Holland führte und ihren ersten Höhepunkt in einem Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall unter István Kertész erlebte.
Kertész holte den Sänger dann 1966 an die Kölner Oper, wo er sich als Puccinis Des Grieux vorstellte und der er über sechzehn Jahre fest verbunden blieb. Die Premieren, an denen er mitwirkte, vor allem «Das Mädchen aus dem goldenen Westen» (1971), werden heute zu den Sternstunden des Hauses gerechnet. Von Köln aus gastierte Ilosfalvy regelmäßig auch an den anderen großen Bühnen des deutschsprachigen Raumes, vor allem in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Clemens Brentanos Geschichte vom bösen Königssohn Jerum, der guten Hexe Fanferlieschen Schönefüßchen und allerlei buntem Volk, das auf lustige Namen wie Würgipumpa, Fräulein von Ziegesaar, Pumpilirio Holzebocke oder Herr Neuntöter hört, ist eine vertrackte, vielfach verzweigte Geschichte. Alle hängen mit allem zusammen. Wer das komplexe Beziehungsnetz begreifen...
Elina Garanca – so hat sie es jüngst in dieser Zeitschrift erklärt – möchte keine Diva sein. Als eine solche aber wird sie, in Kleidern von Escada und Schmuck von Cartier, von ihrem Platten-Label im Booklet ihrer neuesten CD präsentiert. Dem Beispiel von La Bartoli folgend konzentriert sie sich im klug komponierten Programm auf Belcanto-Opern von Rossini...
Zum Haydn-Jahr zwar keine richtige Haydn-Oper, dafür aber ein inszeniertes Oratorium: «Die Schöpfung», grandioses Musikwerk über die Erschaffung der Welt in sieben Tagen, vom «Chaos» des Beginns bis zum Eintritt des ersten Menschenpaares ins Paradies, erfuhr an der Vlaamse Opera zusätzlich zur konzertanten Aufführung eine gleichsam «teuflische» Komponente. Noch...
