Soghaft
Das Stück ist ein Klassiker des zeitgenössischen Musiktheaters. Um die 500 Aufführungen hat Wolfgang Rihms «Jakob Lenz» seit der Hamburger Uraufführung 1979 erlebt. Zu Recht, glückte doch dem damals 27-Jährigen mit seiner konzentrierten Komposition ein beinahe zeitloser Wurf. Im Grunde ist diese Kammeroper ein einziger großer Monolog für einen in jeder Hinsicht zu maximalem Einsatz bereiten Bariton.
Und mag der mit elf Instrumenten spartanisch besetzte Orchestersatz unverhohlen aus der Musikgeschichte zitieren (Bach, Berg), findet Rihm dennoch zu einem originären, mal irrlichternden, mal lauernden Grundduktus.
Wie vertraut eine derart moderate Avantgardemusik inzwischen auch einem nicht spezialisierten Publikum ist, erwies sich bei der jüngsten Neuproduktion in Bielefeld: Auch die dritte Vorstellung war ausgezeichnet besucht und wurde begeistert aufgenommen. Womöglich hatte sich herumgesprochen, dass Nadja Loschkys geradlinige, suggestive Inszenierung das Werk präzise aufschließt, ohne es in seiner Expression überbieten zu wollen.
In die Bühnenmitte hat Ulrich Leitner einen hohen schwarzen Zylinder gebaut, der schmale Durchgänge freigibt. Die darum kreisende Drehbühne ...
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Zweimal per annum – an ihrem offiziellen Geburtstag und zu Neujahr – verteilt Elizabeth II. allerhand Ehrungen. An die, die Großes, und die, die Gutes tun. Im Juni gab’s ein paar OBEs (Order of the British Empire) für diverse Instrumentalisten und Sänger, Bariton Simon Keenlyside schlug die Queen sogar zum Ritter. Jetzt muss ich ihn wohl Sir Simon nennen – doch...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Theater Aachen
Tel. 0241/478 42 44
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– A Night at the Opera – Werke von Bizet, Gounod, Bellini, Lehár, Mascagni, Bernstein: 31. (Kurpark)
ML: Ward, S: Villazón, Alder
A...
Schlag nach bei Shakespeare: «Better once than never, for never too late.» Dies sagt freilich nicht Othello, sondern Petruchio in «The Taming of the Shrew». Doch das Zitat zielt hier ohnehin nicht aufs Stück, sondern auf mögliche Überlegungen von Jonas Kaufmann, dem Debütanten in der Titelpartie von Verdis «Otello» in dieser Produktion an Covent Garden.
Einmal...
